Zanderfilet auf Sauerkraut
So, meine Lieben, heute machen wir mal was richtig Feines, das trotzdem ganz einfach ist und super in den Alltag passt: Zanderfilet auf Rahmsauerkraut. Klingt vielleicht erstmal nach viel, ist es aber gar nicht. Und schmeckt himmlisch! Das ist so ein Gericht, das hier bei uns im Norden immer gut ankommt, gerade wenn es draußen ein bisschen ungemütlich wird.
Als Erstes schnappen wir uns so um die 100 Gramm Zwiebeln. Die werden fein gehackt – ja, da muss man manchmal ein bisschen tapfer sein, die Tränen kullern ja gerne mal. Aber keine Sorge, das lohnt sich! Dann ab damit in einen großen Topf, wo wir vorher schon so etwa 40 Gramm Butter schmelzen lassen. Die Zwiebeln darin schön goldig andünsten, aber nicht braun werden lassen, gell? Nur so, dass sie weich und glasig werden. Das gibt schon mal eine tolle Basis.
Während die Zwiebeln so vor sich hin brutzeln, kümmern wir uns ums Sauerkraut. Ich nehme da so 350 Gramm rohes Sauerkraut. Das ist mir persönlich oft ein bisschen zu sauer, deswegen wasche ich es immer kurz zweimal durch und lasse es dann gut abtropfen. Einfach in einem Sieb unter kaltem Wasser abspülen, kurz ausdrücken, fertig. So verliert es etwas von der Intensität, ohne seinen tollen Geschmack zu verlieren.
Wenn die Zwiebeln fertig sind, kommt das abgetropfte Kraut dazu. Das Ganze einmal kurz umrühren. Und jetzt kommt das Geheimnis für den besonderen Geschmack: die Gewürze. Ich hab hier so 10 weiße Pfefferkörner, 4 Wacholderbeeren und einen halben Sternanis. Die packe ich immer gerne in ein kleines Teeei oder ein Stück Mulltuch, dann muss man später nicht so viel fischen. Das Säckchen kommt direkt ins Kraut. Ach, und hab ich fast vergessen! Ein kleines Stückchen Ingwer, so 10 Gramm frisch gerieben, das gibt noch mal so einen frischen Kick.
Danach gießen wir ordentlich Flüssigkeit an: 500 Milliliter Apfelsaft – ja, Apfelsaft, das gibt so eine schöne Süße, die super zum Kraut passt – und dazu noch 200 Milliliter Weißwein oder Prosecco. Prosecco hab ich meistens da, wenn mal Besuch kommt, und der macht sich auch ganz wunderbar hierin. Ein kleiner Schluck für den Koch ist natürlich erlaubt, ne? Das Ganze wird jetzt zugedeckt und darf gemütlich auf kleiner Flamme vor sich hin köcheln. So anderthalb Stunden braucht das Kraut, bis es schön weich ist und alle Aromen aufgenommen hat. Da braucht man ein bisschen Geduld, aber das lohnt sich, versprochen!
Wenn das Kraut dann so langsam weich wird, also nach der guten Stunde, anderthalb, schnappen wir uns 2-3 Äpfel. Am besten Boskoop, die sind schön säuerlich und fest. Die waschen wir nur, schälen müssen wir die nicht, das ist gut fürs Gewissen und für die Vitamine. Die werden dann fein gerieben – direkt über das Kraut. Das gibt noch mal eine ganz tolle Fruchtnote. Danach kommt noch so um die 150 Milliliter Rahm dazu. Das macht das Kraut so richtig schön cremig und rund im Geschmack. Das lassen wir dann alles noch mal kurz zusammen aufkochen, so für ein paar Minütchen. Jetzt ist es Zeit, das Gewürzsäckchen wieder rauszufischen. Und dann wird abgeschmeckt! Mit Salz und Pfeffer. Da müsst ihr einfach schauen, wie ihr es am liebsten mögt. Manche mögen es kräftiger, andere lieber milder. Ich mach es immer so, dass es für alle passt.
Während das Kraut da so vor sich hin zieht, kümmern wir uns um den Star des Gerichts: das Zanderfilet. Wir haben hier so um die 400 Gramm. Die Filets werden erst mal mit Salz und Pfeffer gewürzt – da ruhig beherzt zugreifen. Dann erhitzen wir in einer Pfanne ein kleines bisschen Sonnenblumenöl und dazu noch ein bisschen Butter. Die Butter gibt so einen schönen nussigen Geschmack und lässt das Fischchen nicht so schnell anbrennen. Bei mittlerer Hitze werden die Filets dann pro Seite 2-3 Minuten gebraten, bis sie schön goldbraun sind und innen gerade gar. Nicht zu lange, sonst wird der Fisch trocken, und das wäre schade.
Zum Schluss kommt das Anrichten. Ich schneide gerne noch einen Apfel – nur so einen zum Dekorieren, der muss nicht viel sein – in ganz dünne Scheiben. Auf dem Teller schichte ich dann zuerst ein paar von diesen Apfelscheiben, das sieht hübsch aus und gibt noch mal eine frische Note. Darauf kommt dann ein ordentlicher Klecks von unserem Rahmsauerkraut und ganz obenauf das gebratene Zanderfilet. Das sieht nicht nur toll aus, das schmeckt auch so! Und meine Kids lieben es, wenn der Fisch so knusprig ist und das Kraut schön cremig schmeckt. So einfach ist das, und dabei so lecker! Probiert es mal aus!
Zutaten
100 g Zwiebeln, fein gehackt
40 g Butter
350 g rohes Sauerkraut
500 ml Apfelsaft
200 ml Weißwein oder Prosecco
10 weiße Pfefferkörner
4 Wacholderbeeren
1/2 Sternanis
10 g frischer Ingwer
2-3 Äpfel (Boskoop), ungeschält
150 ml Rahm
400 g Zanderfilet
Salz
Pfeffer
wenig Sonnenblumenöl zum Braten
wenig Butter zum Braten
1 Apfel zum Dekorieren
Zubereitung
1. Dünste die Zwiebel in Butter an. 2. Wasche das Sauerkraut zweimal und lasse es abtropfen. 3. Gib das Kraut zu den Zwiebeln. 4. Packe die Gewürze (Pfefferkörner, Wacholderbeeren, Sternanis) in ein Teeei oder Mulltuch und lege es ins Kraut. 5. Gieße Apfelsaft und Wein an. 6. Koche das Kraut zugedeckt ca. 1,5 Stunden auf kleiner Flamme weich. 7. Reibe die ungeschälten Äpfel fein über das Kraut. 8. Gieße den Rahm an und lass alles kurz mitkochen. 9. Entferne das Gewürzsäckchen und schmecke mit Salz und Pfeffer ab. 10. Würze die Zanderfilets mit Salz und Pfeffer. 11. Brate sie in einer Pfanne bei mittlerer Hitze 2-3 Minuten in Öl und Butter. 12. Schneide den Dekorationsapfel in dünne Scheiben. 13. Schichte auf den Tellern: Apfelscheiben, Kraut, Fisch obenauf.
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