Schmalznudeln
Na, meine Lieben, habt ihr mal wieder Lust auf was richtig Feines, das die ganze Küche so herrlich duften lässt? Ich hab da heute was ganz Besonderes für euch, das meine Kids immer liebevoll „Omas Nudeln“ nennen, obwohl sie ja eigentlich keine richtigen Nudeln sind, sondern so eine Art kleine, fluffige, frittierte Küchlein aus Hefeteig. Perfekt für einen gemütlichen Nachmittag oder einfach so, weil’s schmeckt und glücklich macht!
Also, dann geht’s mal los in die Küche. Als Erstes nehme ich mir eine schöne große Schüssel und siebe da ganz in Ruhe 250 Gramm Mehl rein. Das ist wichtig, damit der Teig nachher schön locker wird. Und dann mache ich in die Mitte vom Mehl so eine kleine Mulde, da kommt gleich unser Herzstück rein.
Da brösel ich dann nämlich 20 Gramm frische Hefe rein – achtet darauf, dass die auch wirklich frisch ist, das macht einen Unterschied! Dazu kommen dann 4 Esslöffel lauwarme Milch und auch gleich 2 Esslöffel Zucker. Das verrühre ich alles ganz vorsichtig, so dass die Hefe sich auflösen kann und der Zucker sich ein bisschen verbindet. Dann decke ich die Schüssel mit einem sauberen Küchentuch ab und lasse das Ganze ungefähr 15 Minuten an einem warmen Ort stehen. Das ist unser Vorteig, der darf sich jetzt erst mal ein bisschen aufwärmen und die Hefe aktivieren.
Während der Vorteig so vor sich hin blubbert, kann ich schon mal die anderen Sachen vorbereiten. Ich schmelze 50 Gramm Butter – am besten nicht zu heiß, einfach nur flüssig. Und die zwei Eier trenne ich. Das Eigelb kommt dann zusammen mit der geschmolzenen Butter und einer guten Prise Salz in eine separate Schüssel. Das rühre ich dann mit dem Schneebesen schaumig, so richtig schön luftig.
Wenn der Vorteig dann nach 15 Minuten schon ein bisschen Bläschen wirft, ist er bereit für den nächsten Schritt. Da gebe ich dann diese schaumige Butter-Eigelb-Masse dazu. Und dann knete oder rühre ich das alles kräftig mit dem restlichen Mehl vom Rand her unter. Das ist jetzt wirklich wichtig, dass der Teig gut durchgearbeitet wird. Man muss den in der Schüssel richtig kräftig schlagen, entweder mit der Küchenmaschine oder, wenn man fleißig ist, mit dem Kochlöffel. So lange, bis er richtig Blasen wirft und sich ganz leicht von der Schüssel löst. Da merkt man dann, wie elastisch er wird, das ist ein gutes Zeichen!
Und jetzt kommt ein kleiner Trick für die Lockerheit: Das Eiweiß, das wir vorhin getrennt haben, das schlage ich jetzt richtig steif. Das macht die Nudeln nachher so schön leicht und fluffig. Das steife Eiweiß hebe ich dann ganz vorsichtig zusammen mit 50 Gramm Rosinen unter den Teig. Wer keine Rosinen mag, kann die natürlich weglassen, aber ich finde, die geben so einen schönen süßen Kick.
Wieder decke ich die Schüssel mit dem Tuch ab und lasse den Teig nochmal in Ruhe 30 Minuten gehen. Er soll sich jetzt richtig schön verdoppeln, das ist dann der Moment, wo man sich schon auf den Duft freuen kann, der bald durch die ganze Wohnung zieht!
Wenn der Teig dann so richtig schön prall und aufgegangen ist, nehme ich ein bemehltes Holzbrett zur Hand. Mit zwei Löffeln steche ich dann so kleine Nocken vom Teig ab – so kleine ovale Gebilde, eben unsere „Nudeln“ – und lege sie aufs Brett. Und ja, ihr ahnt es schon: Nochmal ein Tuch drüber und die kleinen Kerlchen weitere 30 Minuten gehen lassen. Das ist der Schlüssel zu wirklich luftigen Ergebnissen. Geduld ist da das A und O bei Hefeteig!
Während die letzten Nudeln so vor sich hin gehen und ihre letzte Ruhephase haben, stelle ich einen Topf mit Fett auf den Herd. Ich erhitze das Fett auf etwa 170 Grad. Das ist eine gute Temperatur, damit sie schön goldbraun werden und innen gar sind, ohne zu verbrennen. Am besten habt ihr da ein Thermometer, das macht das Ganze einfacher. Wenn das Fett heiß genug ist, gebe ich die Nudeln portionsweise hinein. Nicht zu viele auf einmal, sonst kühlt das Fett zu stark ab und sie saugen sich voll. Ich backe sie dann goldbraun aus, das geht meistens recht schnell, da muss man ein bisschen danebenstehen und aufpassen.
Wenn sie dann so schön goldbraun und knusprig sind, nehme ich sie mit einer Schaumkelle aus dem Fett und lasse sie kurz auf Küchenpapier abtropfen. Das ist wichtig, damit das überschüssige Fett weggeht. Und dann, wenn sie noch schön warm sind, bestäube ich sie ganz großzügig mit 2 Esslöffeln Zimtzucker. Der schmilzt dann so leicht darauf und macht sie unwiderstehlich.
Sofort servieren, am besten mit einem Becher Kakao oder einem schönen Kaffee. Meine Kinder stehen schon Schlange und können es kaum erwarten, die ersten zu erwischen! Die sind so einfach und doch so lecker, da schmeckt man die Liebe einfach raus. Guten Appetit, meine Lieben!
Zutaten
250 g Mehl
20 g Hefe
4 EL lauwarme Milch
2 EL Zucker
50 g Butter, geschmolzen
2 Eier, getrennt
1 Prise Salz
50 g Rosinen
Mehl zum Bestäuben
Fett zum Frittieren
2 EL Zimtzucker
Zubereitung
1. Mehl in eine Schüssel sieben, in der Mitte eine Mulde machen.
2. Hefe zerbröseln, mit 4 EL lauwarmer Milch in die Mulde geben und leicht verrühren.
3. Mit einem Tuch bedecken und 15 Minuten gehen lassen.
4. Das Eigelb mit geschmolzener Butter und einer Prise Salz verrühren bis schaumig.
5. Die Buttermasse zum gegangenen Teig geben und alles mit Mehl vermengen.
6. Den Teig in der Schüssel kräftig schlagen, bis er Blasen wirft und sich von der Schüssel löst.
7. Das steif geschlagene Eiweiß und die Rosinen unterheben.
8. Mit Tuch bedecken und 30 Minuten gehen lassen.
9. Mit zwei Löffeln kleine Nudeln abstechen und auf bemehltes Holzbrett legen.
10. Mit Tuch bedecken und 30 Minuten gehen lassen.
11. Fett auf 170°C erhitzen und die Nudeln portionsweise ausbacken, bis sie goldbraun sind.
12. Abtropfen lassen, mit Zimtzucker bestäuben und sofort servieren.
Auch einen Blick wert: unser Rezept für Schmetterlingsgarnelen. Hier geht’s zum Rezept.
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