Rüblitorte
Ach, wisst ihr, was ich neulich wieder für die Familie gebacken habe? Eine Rüblitorte! Die lieben hier alle, die ist einfach so schön saftig und schmeckt herrlich nach Frühling, finde ich. Und das Beste: Man braucht gar nicht viele Schnörkel, die ist ganz unkompliziert.
Fangen wir mal an. Als Erstes heize ich immer den Backofen vor, auf so gemütliche 170 Grad Ober-/Unterhitze. Da kann er schon mal in Ruhe warm werden, während ich alles andere vorbereite.
Dann geht’s an die Eier. Ich nehme fünf Stück und schlag die mit zweihundertfünfzig Gramm Zucker richtig schön schaumig. Da braucht man ein bisschen Geduld, aber das ist wichtig, damit die Torte nachher schön locker wird. Wenn das dann so richtig hell und cremig ist, kommen die Nüsse dazu. Zweihundert Gramm gemahlene Mandeln, und für den extra Geschmack noch fünfzig Gramm gemahlene Haselnüsse. Das gibt so ein bisschen mehr Tiefe, finde ich. Und ganz wichtig natürlich: die Rübli! Da reibe ich zweihundertfünfzig Gramm frische Karotten fein oder grob, ganz wie es euch gefällt, das macht nachher keinen großen Unterschied mehr. Eine Zitrone reibe ich dafür komplett ab, also die Schale, und den Saft presse ich auch gleich mit rein. Dann noch eine kleine Prise Salz – das verstärkt die Süße wunderbar – und eine Prise Zimt, das passt so gut zu den Karotten. Alles schön unterrühren, bis sich alles gut verbunden hat.
Jetzt kommt das Mehl. Zweihundertfünfzig Gramm nehme ich da. Und ein halbes Päckchen Backpulver mische ich darunter. Das muss dann nur noch kurz mit den hundert Millilitern Cointreau untergehoben werden. Ja, Cointreau! Keine Sorge, der Alkohol verfliegt beim Backen komplett, aber der Geschmack… der bleibt! Wenn ihr keine Erwachsenen-Torte wollt oder Kinder mitessen, könnt ihr stattdessen auch einfach Orangensaft nehmen, das geht auch super und schmeckt ähnlich.
Für die Backform nehme ich eine ganz normale Springform, so mit 26 Zentimetern Durchmesser. Die fette ich immer gut ein und streue dann noch ein paar gemahlene Nüsse aus. Muss nicht viel sein, aber so klebt nachher garantiert nichts fest. Und dann kommt der ganze Teig rein, schön glattstreichen.
Ab in den Ofen damit! So ungefähr sechzig Minuten darf sie dann bei den 170 Grad backen. Aber ihr wisst ja, jeder Ofen ist anders. Am besten macht ihr nach so fünfundfünfzig Minuten mal die Stäbchenprobe. Wenn nichts mehr dran kleben bleibt und das Stäbchen sauber wieder rauskommt, ist sie perfekt.
Wenn sie dann fertig ist, muss sie erstmal in Ruhe abkühlen. Bloß nicht gleich aus der Form lösen und glasieren wollen, das wird nur Matsch. Und wenn sie dann kalt ist, rühre ich einfach zweihundert Gramm Puderzucker mit etwas Zitronensaft zu einer schönen, dickflüssigen Glasur an. Da tastet man sich am besten ran, bis die Konsistenz passt. Die kommt dann schön gleichmäßig auf die Torte.
Und weil es ja eine Rüblitorte ist, müssen für die Optik natürlich noch ein paar kleine Marzipanmöhrchen drauf. Das sieht einfach niedlich aus und gehört für mich einfach dazu. Und schwuppdiwupp, fertig ist eine unglaublich saftige und leckere Torte, die hier immer ruckzuck weg ist. Muss ich euch sagen!
Zutaten
5 Eier
250 g Zucker
200 g gemahlene Mandeln
50 g gemahlene Haselnüsse
250 g geriebene Rübli (Karotten)
1 Zitrone (Saft und Schale gerieben)
1 Prise Salz
250 g Mehl
1/2 Päckchen Backpulver
100 ml Cointreau
1 Prise Zimt
Zuckerglasur: 200 g Puderzucker und Zitronensaft
Zubereitung
1. Heize den Backofen auf 170°C vor. 2. Schlage die Eier mit dem Zucker schaumig. 3. Rühre die gemahlenen Nüsse, geriebenen Rübli, Zitronensaft, Zitronenschale, Salz und Zimt unter. 4. Mische Mehl und Backpulver und hebe sie zusammen mit dem Cointreau unter. 5. Buttere eine Springform, streue gemahlene Nüsse aus und fülle den Teig ein. 6. Backe etwa 60 Minuten, bis ein Zahnstocher sauber herauskommt. 7. Lass die Torte abkühlen und überziehe sie mit einer Glasur aus Puderzucker und Zitronensaft. 8. Verziere mit Marzipanmöhrchen.
Wenn euch das hier geschmeckt hat, probiert unbedingt auch sablés de noël. Hier geht’s zum Rezept.
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