Roux

Moin, ihr Lieben! Wisst ihr, manchmal sind es ja die ganz einfachen Sachen in der Küche, die das Essen so richtig besonders machen, oder? Und heute möchte ich euch mal etwas erzählen, das ist so ein richtiger Grundstein bei mir, wenn ich für die Familie koche: Die gute alte Mehlschwitze, oder wie manch einer auch sagt, die Roux. Die braucht man ja für so viele leckere Sachen – ob nun für eine cremige Suppe, eine schöne Sauce zum Braten oder auch mal für einen leckeren Gemüseeintopf.

Also, da geht’s los. Ich nehme mir dafür meistens eine kleine Pfanne oder einen Topf und darin schmelze ich dann so ungefähr zwei Esslöffel Butter. Da kann man natürlich auch anderes Fett nehmen, aber für den Geschmack ist Butter einfach unschlagbar, finde ich. Wenn die Butter dann so schön zerlaufen und heiß ist, dann gebe ich dazu so drei, manchmal auch vier Esslöffel Mehl. Das hängt immer ein bisschen davon ab, wie viel ich nachher andicken möchte und wie sämig es werden soll.

Das Wichtigste ist jetzt: Immer schön rühren! Mit einem Schneebesen ist das am besten. Man röstet das Mehl quasi in der Butter an. Und da kann man ein bisschen spielen mit der Farbe, ganz nach Geschmack und was man vorhat. Für eine helle Sauce oder Suppe lasse ich das Mehl nur ganz kurz mitrösten, bis es so eine hellblonde Farbe bekommt, also noch fast weiß ist. Für eine Bratensauce zum Beispiel lasse ich das Mehl ein bisschen länger bräunen, bis es so schön goldbraun ist. Da muss man wirklich aufpassen, dass es nicht zu dunkel wird, sonst schmeckt’s nachher bitter. Aber keine Sorge, mit ein bisschen Übung hat man das schnell raus. Man merkt auch schon am Geruch, wenn es so nussig duftet, dann ist es genau richtig.

Und wenn die Mehlschwitze dann die gewünschte Farbe hat, ist sie auch schon fast fertig. Dann rühre ich sie direkt in die Flüssigkeit ein, die ich andicken möchte. Ganz wichtig ist, dass man das alles gründlich verrührt, am besten wieder mit dem Schneebesen, damit keine Klümpchen entstehen. Und dann muss das Ganze unbedingt noch mindestens drei Minuten, manchmal sogar ein bisschen länger, richtig schön köcheln. Erst dann entfaltet die Mehlschwitze ihre volle Bindekraft und der Mehlgeschmack verschwindet auch. Das ist so ein kleiner Tipp von mir: Nicht zu kurz kochen lassen, sonst schmeckt’s nach rohem Mehl, und das mag ja keiner!

Ja, und schon hat man die perfekte Basis für so viele leckere Gerichte. Die Jungs hier lieben es, wenn die Sauce schön cremig ist, und so eine selbstgemachte Mehlschwitze macht da echt einen riesigen Unterschied. Ist doch toll, oder? So einfach und so wirkungsvoll! Lasst es euch schmecken!

Zutaten

2 EL Fett (Butter)
3–4 EL Mehl

Zubereitung

1. Erhitze die Butter in einer kleinen Pfanne. 2. Gib das Mehl hinzu und röste es unter ständigem Rühren an, bis es die gewünschte Farbe hat. 3. Rühre das Roux in deine zu bindende Flüssigkeit ein und lass alles mindestens 3 Minuten kochen.



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