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Warum Schwalbeneltern Kueken im Flug fuettern

Schwalbeneltern füttern ihre Küken im Flug, weil sie als Insektenfresser ihre Beute während des Fliegens erbeuten und diese direkt an die flüggen oder halbflüggen Jungvögel weitergeben können, ohne zum Nest zurückkehren zu müssen. Dies spart Energie und Zeit, da die schnellen Flugmanöver der Schwalben eine effiziente Nahrungsversorgung während des Fluges ermöglichen. Das sagen die Fachleute. Wer’s lieber spannend mag, lauscht jetzt den Worten von Opa Kurt:

Also, Kinder, heute erklaere ich euch, wie Schwalbeneltern ihre Jungen fuettern – naemlich im vollen Flug, ohne zu landen, in weniger als einer Sekunde.

Das war im Juni 2021, und ich sass auf dem Balken direkt neben dem Nest von Hanna – der Schwalbe, die jedes Jahr zurueckkommt – und beobachtete etwas, das mich als erfahrenen Vogel tatsaechlich beeindruckte.

Im Nest sassen vier Kueken. Kleine, fellige, sehr laute Kueken mit Muendern, die eigentlich zu gross fuer ihre Koepfe waren. Alle vier sperrten sie auf, wann immer ein Schatten uebers Nest flog.

Hanna kam. Nicht langsam. Nicht bedaechtig. Sie schoss aus dem Stalleingang, flog direkt auf das Nest zu, und in dem Moment, wo sie am naechsten war – einem einzigen Moment, kuerzer als ein Lidschlag – schob sie einem der Kueken etwas in den Schnabel, und war schon wieder weg.

Ich blinzelte. „Hanna. Wie hast du das gemacht?“

Hanna war bereits wieder draussen. Ich wartete auf die naechste Runde.

Beim dritten Mal setzte sie sich kurz auf den Balken neben mir.

„Wie weisst du, welchem du gibst?“, fragte ich. „Im Flug, ohne zu landen – wie erkennst du den hungrigsten?“ Hanna ueberlegte einen kurzen Moment. „Den groessten Mund“, sagte sie.

Das war die Antwort. So simpel, so praezise.

Sie erklaerte mir: Kueken, die hungrig sind, sperren den Mund maximal auf. Je hungriger, desto weiter auf. Das ist ihr einziges Signal. Kein Weinen, kein Name, kein Draengeln – nur der offene Schnabel. Und der groesste offene Schnabel bekommt das Futter.

„Und wenn zwei gleich weit aufsperren?“, fragte ich. „Dann entscheide ich“, sagte Hanna. „Schnell.“ „Wie schnell?“ „Schneller als du fragst“, sagte Hanna. Und war wieder weg.

Fiete, der zugehoert hatte, sagte: „Ich wuerde dem mit dem kleinsten Mund geben. Der kommt sonst nie dran.“ „Das ist sehr freundlich, Fiete“, sagte ich. „Aber so funktioniert das nicht.“ „Warum nicht?“ „Weil der mit dem kleinsten Mund am wenigsten hungrig ist“, sagte ich. „Der hat zuletzt bekommen.“ Fiete dachte nach. „Das ist eigentlich logisch.“ „Ja.“ „Aber trotzdem unfair.“ „Das“, sagte ich, „ist die Natur.“

Jedenfalls, Kinder: Schwalbeneltern fuettern ihre Kueken hunderte Male am Tag. Jeden Anflug ein anderes Kueken, je nach Bedarf, je nach Hunger, alles im Bruchteil einer Sekunde entschieden.

Das ist Elternsein auf Hoechstgeschwindigkeit. Und es funktioniert.

Gute Nacht.

Mit Unterstützung von KI erstellt.

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