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Warum Papageien sprechen können

Papageien können sprechen, weil sie ein hochentwickeltes Sprachzentrum im Gehirn haben und ihre Stimmorgane (Syrinx) sehr flexibel sind, wodurch sie menschliche Laute präzise nachahmen und reproduzieren können. Diese Fähigkeit dient ihnen in der Natur primär zur Kommunikation innerhalb ihrer Schwärme und zum Erlernen von Rufen, die sie durch Imitation weitergeben. Das sagen die Fachleute. Wer’s lieber spannend mag, lauscht jetzt den Worten von Opa Kurt:

Also, Kinder, heute erkläre ich euch, warum Papageien sprechen können. 1988. Hamburg, vierter Stock, Altbau, offenes Fenster. Drinnen auf der Stange: ein grauer Papagei mit rotem Schwanz. Blick wie jemand der viel gesehen hat und davon nicht begeistert ist. Name: Doktor Bruns. Nicht weil er Arzt war — das war der erste Satz den er gelernt hatte. Hier ist Doktor Bruns. In der Stimme seines Vorbesitzers, einem Herrn Bruns, der viel telefoniert hatte. Ich setzte mich auf den Fensterrahmen. Doktor Bruns: Hier ist Doktor Bruns. Ich: Und ich bin Opa Kurt. Pause. Doktor Bruns: Opa Kurt. Papageien leben in Schwärmen. Jeder Schwarm hat seinen eigenen Ruf — ein Kennwort: Ich gehöre dazu. Ich bin einer von euch. Wenn ein junger Papagei in einen neuen Schwarm kommt, lernt er diesen Ruf. Er passt seinen Laut an: Ich bin jetzt hier. Ich mache euren Klang. Doktor Bruns lebte nicht im Schwarm. Er lebte mit Menschen. Menschen sprechen Deutsch. Also lernte er Deutsch. Nicht um schlau zu sein. Sondern um dazuzugehören. Frieda: Der Papagei lernt nicht die Sprache. Er lernt die Gruppe. Doktor Bruns sagte meinen Namen fünfmal. Beim fünften Mal klang er fast wie ich. Beim Wegfliegen hinter mir aus dem Fenster: Opa Kurt. Opa Kurt. Ich hab mich umgeschaut. Ich konnte nicht anders. Wenn jemand eure Sprache lernt — dann will er zu euch gehören. Das ist meistens das Schönste, was jemand tun kann. Gute Nacht.

Mit Unterstützung von KI erstellt.

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