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Warum Maulwuerfe schwimmen koennen

Maulwürfe können schwimmen, weil ihre kurzen, kräftigen Grabschaufeln auch als effektive Paddel fungieren und ihnen eine gute Körperkontrolle im Wasser ermöglichen. Zusätzlich verfügen sie über einen dichten Pelz, der Wasser gut abhält und somit ihre Körperwärme isoliert. Das sagen die Fachleute. Wer’s lieber spannend mag, lauscht jetzt den Worten von Opa Kurt:

Also, Kinder, heute erklaere ich euch, warum ein Tier, das sein ganzes Leben unter der Erde verbringt, ploetzlich im Wasser auftaucht – und dabei ueberraschend gut zurechtkommt.

Das war im Februar 2022, nach einem langen Regen, und der Deich war stellenweise ueberschwemmt. Pfuetzen, kleine Seen, aufgeweichte Erde ueberall.

Und dann sah ich Konrad. Nicht unter der Erde. Auf der Erde. Im Wasser. Konrad schwamm.

Er schwamm nicht elegant. Er schwamm nicht schoen. Er schwamm mit der Energie eines Tieres, das dringend auf die andere Seite muss, und das war genug. Die breiten Vorderpfoten, die normalerweise Erde wegschaufelten, paddelten jetzt Wasser zur Seite. Es funktionierte.

Ich flog hinunter und landete auf einem trockenen Erdflecken am Rand.

„Konrad. Was machst du da?“ „Schwimmen“, sagte Konrad. „Das sehe ich. Warum?“ „Meine Gaenge sind voll Wasser“, sagte Konrad, ohne anzuhalten. „Ich muss auf die andere Seite.“

Er erreichte das trockene Ufer, schuettelte sich – was bei einem Maulwurf komisch aussieht, aber effektiv ist – und begann sofort zu graben.

Ich wartete. Als er kurz auftauchte, fragte ich: „Konrad. Wusstest du, dass du schwimmen kannst?“ Er ueberlegte kurz. „Ich weiss es jetzt“, sagte er.

Das war eine sehr Konrad-hafte Antwort.

Er erklaerte mir dann, was dahintersteckt. Maulwurfspfoten sind nicht nur zum Graben gemacht – die breite, schaufelfoermige Form funktioniert im Wasser fast genauso wie in der Erde. Schieben, druecken, vorwaertsbewegen. Der Koerper ist schmal und stromlinienfoermig. Und das dichte, samtartige Fell liegt so, dass es in beide Richtungen glatt ist – es nimmt kaum Wasser auf und trocknet schnell.

„Die Natur hat dich auch fuers Wasser gebaut“, sagte ich. „Die Natur hat mich fuers Graben gebaut“, sagte Konrad. „Das Wasser ist ein Bonus.“

Fiete, der zugehoert hatte, sagte: „Ich schwimme auch manchmal.“ „Du bist eine Moewe“, sagte ich. „Das ist dein Job.“ „Konrad ist ein Maulwurf“, sagte Fiete. „Und er schwimmt auch.“ „Das ist ein Notfall“, sagte ich. „Meiner auch manchmal“, sagte Fiete.

Kruemel fragte: „Opa Kurt, mag Konrad das Schwimmen?“ Ich sah Konrad an. Konrad grub bereits wieder. „Nein“, rief er aus der Tiefe. „Aber ich kann es.“

Das fand ich bemerkenswert. Koennen und Moegen sind zwei verschiedene Dinge. Konrad kann schwimmen. Er tut es, wenn er muss. Und dann geht er wieder dahin, wo er hingehoert.

Jedenfalls, Kinder: Manchmal zeigt uns das Leben, was wir koennen – nicht weil wir es ueben, sondern weil wir es brauchen. Konrad wusste nicht, dass er schwimmen kann. Bis das Wasser kam.

Vielleicht koennt ihr auch mehr, als ihr denkt.

Gute Nacht.

Mit Unterstützung von KI erstellt.

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