Warum manche Hunde Kot fressen
Hunde fressen Kot aus verschiedenen Gründen: Nährstoffmangel, unzureichende Verdauung von Futter, mangelnde Hygiene, Langeweile oder angeborene Verhaltensweisen aus ihrer Wolfszeit, wenn sie von Ausscheidungen anderer Tiere profitierten. In einigen Fällen können auch medizinische Probleme wie Pankreasinsuffizienz oder Parasiten die Ursache sein. Das sagen die Fachleute. Wer’s lieber spannend mag, lauscht jetzt den Worten von Opa Kurt:
Also, Kinder, heute erklaere ich euch etwas, das ich selbst lange nicht verstanden habe, und das ehrlich gesagt auch danach nicht schoener wird: warum manche Hunde Kot fressen.
Das war im Juli 2004, und ich sass – sehr entspannt – auf dem Deich, als ich beobachtete, wie ein junger Labrador namens Findus etwas tat, das ich lieber nicht in allen Einzelheiten schildere. Es war genug zu wissen, dass Findus danach sehr zufrieden aussah, und sein Mensch, der das sah, alles andere als zufrieden war.
Ich flog zu Findus, nachdem sein Mensch sich etwas beruhigt hatte.
„Findus“, sagte ich, „ich muss dich etwas fragen, und ich bitte dich, ehrlich zu antworten.“ – „Ja?“, sagte Findus. – „Was war das gerade?“ – „Fressen“, sagte Findus. – „Das war kein Futter.“ – „Fuer mich schon“, sagte Findus.
Das war eine Antwort, die mich nicht vollstaendig befriedigte. Aber Findus erklaerte mir dann, sehr geduldig, die ganze Geschichte.
In der Wildnis, so Findus, fressen Mutterhunde den Kot ihrer Welpen. Das ist keine Bosheit. Das ist Fuersorge. Es haelt den Bau sauber. Es laesst keine Gerueche entstehen, die Fressfeinde anlocken koennten. Die Mutter tut es, weil sie ihre Jungen schuetzt.
Und manche Hunde lernen das als Welpe mit – und behalten es. Einfach so.
„Ausserdem“, sagte Findus, „kann es ein Zeichen sein, dass etwas fehlt.“ „Was fehlt?“ „Naehrstoffe“, sagte Findus. „Wenn der Koerper etwas nicht bekommt, sucht er es. Manchmal an unerwarteten Stellen.“
Ich dachte an Fiete, der manchmal Dinge ass, die eindeutig nicht fuer Moewen gedacht waren. Aus aehnlichen Gruenden, vermutete ich, wollte aber nicht laut aussprechen.
„Und der Geruch?“, fragte ich. „Stoert dich das nicht?“ Findus sah mich an. „Was ist mit dem Geruch?“ „Na, es riecht nach…“ „Nach was?“, fragte Findus. Ich liess es stehen.
Jedenfalls: Es gibt also mehrere Erklaerungen. Mutterpflege-Instinkt, der nicht abgeschaltet wurde. Naehrstoffmangel, der den Koerper auf Suche schickt. Manchmal auch schlichte Neugier, denn Hunde erkunden die Welt mit der Nase und dem Maul, und manchmal landet das Maul an Stellen, wo wir lieber nicht hingucken.
Kruemel, der 2021 zur Bande gestossen war und die letzten Minuten mit zunehmend grossen Augen zugehoert hatte, fragte: „Opa Kurt, macht das jeder Hund?“ „Nein“, sagte ich. „Nicht jeder.“ „Gut“, sagte Kruemel. „Findus schon“, sagte ich. Findus nickte, vollkommen ungeruehrt.
Manchmal, Kinder, macht die Natur Dinge, die wir nicht schoen finden. Aber sie hat meistens einen Grund. Auch wenn wir den lieber nicht beim Fruehstueck besprechen.
Gute Nacht.
Mit Unterstützung von KI erstellt.
