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Warum Mäuse sich gegenseitig putzen

Mäuse putzen sich gegenseitig (Allogrooming), um Parasiten wie Flöhe und Zecken zu entfernen, die sie selbst nicht erreichen können. Dieses Verhalten dient gleichzeitig der sozialen Bindung innerhalb der Gruppe und fördert das Wohlbefinden der Tiere. Das sagen die Fachleute. Wer’s lieber spannend mag, lauscht jetzt den Worten von Opa Kurt:

Also, Kinder, heute erkläre ich euch, warum Mäuse sich gegenseitig putzen. Januar 2006. Eisregen. Ich hatte mich in den Lagerraum hinter der alten Schiffsausrüstung am Neuen Hafen reingeschmuggelt. In der Ecke hinter alten Planen: eine Mausfamilie. Fünf Tiere. Dicht beieinander. Zwei davon putzten sich gegenseitig. Das größere Tier putzte das kleinere: systematisch, Kopf, Ohren, Nacken. Das kleinere saß still, entspannt, kannte das schon. Frieda: Soziale Fellpflege. Das Putzen stärkt die Bindung. Es zeigt: Ich vertraue dir. Du bist nah genug um mich zu berühren. Mäuse sind Beute. Alles berührt sie von oben, von der Seite, aus dem Nichts — Berührung bedeutet meist Gefahr. Eine Maus die sich putzen lässt sagt: Ich weiß dass du es gut meinst. Ich glaube es dir. Das Jungtier putzte dann zurück. Schlechter ausgeführt, unkoordinierter, aber voller Eifer. Das größere Tier saß still. Ließ es geschehen. Frieda: Putzen ist bei Mäusen das was Worte bei uns sind. Ich: Welche Worte? Frieda: Die wichtigsten. Der Eisregen trommelte auf das Dach. Die Mäuse putzten weiter. Ich schlief zum ersten Mal seit Wochen richtig gut. Manchmal sagt man am meisten wenn man einfach da ist und sich kümmert. Ohne Worte. Gute Nacht.

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