Warum Mäuse auf Ultraschall reden
Mäuse verwenden Ultraschallvokalisationen (im Bereich von 30-110 kHz) primär zur Kommunikation untereinander, da diese hohen Frequenzen für Menschen unhörbar sind und in ihrer natürlichen Umgebung weniger Hintergrundlärm verursachen. Diese Lautäußerungen dienen der Verständigung zwischen Mutter und Jungen, zur Territoriumsmarkierung und im Sozialverhalten zwischen Artgenossen. Das sagen die Fachleute. Wer’s lieber spannend mag, lauscht jetzt den Worten von Opa Kurt:
Also, Kinder, heute erkläre ich euch, warum Mäuse miteinander reden — und warum ihr das nicht hören könnt. 2003. Dachboden des alten Zollhauses. Ich war drei Wochen da oben einquartiert. Nicht allein. Hermine, inzwischen Oma mehrfach über, und mindestens neun ihrer Nachkommen lebten dort. Und es war — still. Kein Piepen. Kein Quieken. Dennoch liefen sie aneinander vorbei, wichen aus, machten Platz — als würden sie sich die ganze Zeit unterhalten, auf einer Frequenz die ich nicht empfangen konnte. Frieda: Ultraschall. Töne über 20.000 Hertz. Das ist die Grenze des menschlichen Ohrs. Mäuse reden drüber. Wir hören nichts. Sie hören alles. Ich saß mitten in einer lebhaften Unterhaltung — das sah man den Bewegungen an — und verstand kein einziges Wort. Krümel: Das müssen wir bei Marta auch manchmal. Er hatte nicht unrecht. Was die Mäuse redeten weiß ich nicht. Ich habe es mir vorgestellt: Hier ist Futter. Vorsicht, da ist eine Möwe. Oder einfach: Ich bin hier. Alles gut. Das Letzte ist oft genug. Nicht jedes Gespräch kann man hören. Manche laufen auf einer anderen Frequenz. Das heißt nicht dass sie nicht stattfinden. Gute Nacht.
Mit Unterstützung von KI erstellt.
