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Warum Katzen den Bauch zeigen aber nicht anfassen lassen

Katzen zeigen ihren Bauch als Vertrauenszeichen und zur Temperaturregulation, interpretieren das Anfassen dort aber oft als Bedrohung, da der Bauch eine empfindliche und vulnerable Zone ist, auf die Katzen instinktiv defensiv reagieren. Dieses Verhalten stammt aus ihrer Evolutionsgeschichte, in der das Exponieren des Bauches in Konfliktsituationen als Angriffsvorbereitung diente. Das sagen die Fachleute. Wer’s lieber spannend mag, lauscht jetzt den Worten von Opa Kurt:

Also, Kinder, heute erklaere ich euch eine der groessten Fallen, in die man bei Katzen tappen kann: den Bauch.

Das war im September 2013, und ich sass auf dem Kuechentisch eines Hauses in der Naehe des Fischmarkts – ich war durch das offene Fenster gekommen, das Brot auf dem Tisch interessierte mich, ich gebe es zu – als die Katze des Hauses sich auf den Ruecken rollte.

Die Katze hiess Biene. Kleine, getigerte Katze, sehr weicher Bauch, sehr klares Gesicht. Biene rollte sich auf den Ruecken, alle vier Pfoten in der Luft, der Bauch oben. Und sah mich an.

Das sah aus wie eine Einladung. Der Mensch des Hauses – eine junge Frau – dachte das auch. Sie streckte die Hand aus und beruehrte Bienes Bauch.

Was dann passierte, war sehr schnell. Biene griff mit allen vier Pfoten und biss gleichzeitig. Die junge Frau zog die Hand zurueck. Biene rollte sich wieder auf die Beine und sah aus, als waere nichts gewesen.

„Biene“, sagte ich. „Was war das?“ Biene sah mich an. „Was?“ „Du hast deinen Bauch gezeigt. Und dann…“ „Ich habe meinen Bauch gezeigt“, sagte Biene. „Ich habe nicht gesagt, dass man ihn anfassen darf.“

Das war ein feiner Unterschied. Ich fragte weiter.

Biene erklaerte: Der Bauch ist die verwundbarste Stelle einer Katze. Da sind keine Knochen, die schuetzen. Da sind die Organe. In der Wildnis zeigt keine Katze ihren Bauch, wenn nicht alles sicher ist. Wenn eine Katze den Bauch zeigt, bedeutet das: Ich vertraue dir. Ich bin wohl hier. Ich entspanne mich vollstaendig.

Es bedeutet nicht: Bitte fass an.

„Das ist ein Missverstaendnis“, sagte ich. „Das ist ein menschliches Missverstaendnis“, sagte Biene. „Fuer uns ist es voellig eindeutig.“

Frieda, die auf dem Fensterbrett sass, justierte ihre Brille. „Das ist wie wenn man jemandem sagt, man mag ihn gern. Das bedeutet auch nicht automatisch, dass man umarmt werden moechte.“ „Das ist ein sehr treffendes Bild“, sagte ich. „Ich habe oft treffende Bilder“, sagte Frieda.

Biene hatte sich inzwischen wieder auf den Bauch gelegt, normal, Pfoten unter dem Koerper. Das sichere Arrangement.

Jedenfalls, Kinder: Wenn eine Katze euch den Bauch zeigt – das ist ein grosses Vertrauensgeschenk. Bewundert es. Freut euch darueber. Aber fasst nicht hin.

Die Katze sagt: Du bist sicher. Sie sagt nicht: Du darfst alles.

Das ist ein Unterschied, den man sich merken sollte.

Gute Nacht.

Mit Unterstützung von KI erstellt.

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