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Warum Katzen auf Tastaturen und im Weg liegen

Katzen legen sich auf Tastaturen und in den Weg ihrer Menschen, weil sie damit Aufmerksamkeit einfordern und die Wärmequelle sowie den Fokus des Menschen auf sich ziehen möchten. Dieses Verhalten wird durch positive Verstärkung gefestigt, da Katzen lernen, dass sie durch diese Aktionen die gewünschte Interaktion erhalten. Das sagen die Fachleute. Wer’s lieber spannend mag, lauscht jetzt den Worten von Opa Kurt:

Also, Kinder, heute erklaere ich euch, warum Katzen sich immer genau dahin legen, wo man gerade arbeitet.

Das war im Oktober 2021, und ich besuchte Frieda, die auf dem Schreibtisch eines Bueros am Hafen ihr Quartier aufgeschlagen hatte – das Fenster stand offen, Frieda kam und ging wie sie wollte, der Mensch darin hatte das irgendwann akzeptiert.

An jenem Tag war auch noch eine andere Katze da. Eine grosse, flauschige, beige Katze namens Professor – der Name passte, er hatte das Gesicht eines alten Gelehrten. Der Professor lag auf der Tastatur des Computers. Mitten drauf. Vollstaendig.

Sein Mensch versuchte, die Tastatur zu benutzen. Das war schwierig, weil Professor darauf lag.

„Professor“, sagte der Mensch, „ich muss arbeiten.“ Professor blinzelte einmal. Langsam. Und blieb liegen.

Ich flog rein und landete auf dem Aktenschrank.

„Professor“, sagte ich, „warum liegst du da?“ „Warm“, sagte Professor. „Die Tastatur ist warm?“ „Ja. Die Elektronik darunter. Angenehm.“

Das war der erste Grund. Ich notierte ihn innerlich.

„Und der zweite Grund?“, fragte ich. Professor sah mich an. Dann sah er seinen Menschen an. Dann wieder mich. „Er schaut auf den Bildschirm“, sagte Professor. „Ja.“ „Nicht auf mich.“

Ich verstand. Professor war eifersueuchtig auf den Bildschirm. Er wollte Aufmerksamkeit. Und das effizienteste Mittel war: zwischen den Menschen und das Objekt seiner Aufmerksamkeit zu legen.

„Du willst, dass er dich anguckt“, sagte ich. „Ich will, dass er weiss, dass ich da bin“, sagte Professor. „Das ist subtiler.“ „Das ist nicht subtil“, sagte ich. „Du liegst auf seiner Tastatur.“ „Ich habe einen breiten Begriff von Subtilitaet“, sagte Professor.

Frieda, die das Gespraech mitgehoert hatte, sagte: „Das ist eigentlich logisch. Wenn das Ziel Aufmerksamkeit ist, dann muss man dahin, wo die Aufmerksamkeit gerade ist.“ „Ja“, sagte ich. „Aber die Arbeit…“ „Die Arbeit kann warten“, sagte Professor.

Sein Mensch hatte inzwischen aufgegeben und kraulte Professor hinter den Ohren. Professor schnurrte.

Kruemel fragte leise: „Opa Kurt, macht der Professor das jeden Tag?“ „Jeden Tag“, sagte Frieda. „Und der Mensch laesst es zu?“ „Der Mensch hat keine Wahl mehr“, sagte Frieda. „Das entwickelt sich langsam. Erst liegt die Katze neben der Tastatur. Dann auf der Ecke. Dann mitten drauf. Und irgendwann hat man sich daran gewoehnt.“

Jedenfalls, Kinder: Wenn eure Katze sich auf eure Hausaufgaben oder auf euer Buch legt – dann sagt sie gerade: Du bist wichtig. Ich will bei dir sein. Genau da, wo du bist.

Das ist anstrengend. Aber es ist auch eine Art Liebe.

Gute Nacht.

Mit Unterstützung von KI erstellt.

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