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Warum Hunde schnueffeln auch wenn sie Angst haben

Hunde schnüffeln auch bei Angst, um ihre Umgebung besser einzuschätzen und potenzielle Gefahren oder Fluchtrouten zu erkennen – das Riechen liefert ihnen dabei mehr Informationen als das Sehen. Dieses Verhalten hilft ihnen, ihre Angst zu bewältigen, indem sie durch die Sammlung von Geruchsinformationen ein besseres Verständnis der bedrohlichen Situation gewinnen. Das sagen die Fachleute. Wer’s lieber spannend mag, lauscht jetzt den Worten von Opa Kurt:

Also, Kinder, heute erklaere ich euch, warum Hunde selbst dann schnueffeln, wenn sie eigentlich Angst haben.

Das war im September 2017, und ich sass auf dem Gelaender der Fussgaengerbruecke ueber den Kanal, als ich unten einen jungen Hund beobachtete, der offensichtlich nicht wusste, was er von der Welt halten sollte.

Es war ein junger Ruede, ein schmaler brauner Mischling, vielleicht acht Monate alt. Er hiess Momo, das rief seine Besitzerin. Momo war auf der Bruecke zum ersten Mal. Die Bruecke schwankte leicht. Der Kanal rauschte. Ein Fahrrad fuhr zu nah vorbei. Momo machte sich klein, zog die Ohren an, kauerte fast am Boden.

Und trotzdem – trotz allem – streckte er die Nase aus. Schnueffelte. Erst zaghaft. Dann etwas mehr. Dann mit echter Konzentration.

Ich flog hinunter und landete auf dem Gelaender direkt neben ihm.

„Momo“, sagte ich, „du hast gerade Angst.“ „Ja“, sagte Momo. „Und trotzdem schnueffelst du.“ „Ja.“ „Warum?“

Momo sah mich an. Dann erklaerte er es mir, so gut er konnte, mit den Worten eines jungen Hundes, der die Welt noch lernt.

„Wenn ich rieche“, sagte er, „dann weiss ich, was da ist. Ich weiss, ob es gefaehrlich ist oder nicht. Ich weiss, ob da schon mal jemand war. Ob der Boden sicher ist. Ob die Luft gut ist.“ „Und wenn es doch gefaehrlich ist?“ „Dann weiss ich es wenigstens“, sagte Momo. „Nicht wissen ist schlimmer.“

Das leuchtete mir ein. Die Nase, so erklaerte Momo weiter, ist fuer Hunde wie ein zweites Gehirn. Sie liefert Informationen, die die Augen nicht geben koennen. Und wenn ein Hund Angst hat, dann arbeitet die Nase sogar noch intensiver – weil der Koerper auf Alarm ist und alles einsammelt, was ihm helfen koennte, die Situation einzuschaetzen.

Schnueffeln ist also nicht trotz der Angst. Es ist wegen der Angst.

Frieda, die auf dem Gelaender hinter mir sass und die ganze Zeit zugehoert hatte, sagte: „Das ist wie wenn ich bei etwas Unbekanntem zuerst alles nachlese, bevor ich urteile.“ „Genau“, sagte ich. „Nur dass Momo das mit der Nase macht.“ „Ja.“ „Und ich mit der Bibliothek.“ „Du hast keine Bibliothek, Frieda.“ „Ich habe eine sehr gute Erinnerung“, sagte Frieda. „Das ist besser.“

Momo hatte inzwischen die Bruecke fertig beschnueffelt. Er stand etwas aufrechter. Die Ohren waren nicht mehr ganz so angelegt. Er sah noch unsicher aus, aber nicht mehr veraengstigt.

Seine Besitzerin streichelte ihn. „Braver Hund“, sagte sie. Momo wedelte einmal kurz.

Und wisst ihr, Kinder? Das ist Mut. Nicht der Mut, der keine Angst kennt. Sondern der Mut, der die Angst hat – und trotzdem schnueffelt. Trotzdem schaut. Trotzdem nachfragt.

Das ist die schwierigere Art von Mut. Und die bessere.

Gute Nacht.

Mit Unterstützung von KI erstellt.

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