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Warum Hühner sich in Sand wälzen

Hühner wälzen sich in Sand, um ihre Federn zu reinigen und Parasiten wie Milben und Läuse zu entfernen, da der Sand in die Gefiederzwischenräume eindringt und diese Schädlinge mechanisch abreibt. Dies ist ein natürliches Hygiene- und Pflegeverhalten, das für ihre Gesundheit essentiell ist. Das sagen die Fachleute. Wer’s lieber spannend mag, lauscht jetzt den Worten von Opa Kurt:

Also, Kinder, heute erkläre ich euch, warum Hühner sich in Sand wälzen. August 1996. Heißer Nachmittag. Ich saß auf dem Dachfirst des Bauernhofs als ich Brunhilde unten reglos auf der Seite liegen sah. Flügel abgespreizt. Augen halb zu. Ich flog sofort runter. Brunhilde, Brunhilde. Sie öffnete ein Auge. Was. Ich dachte du liegst so— Ich bade. Kein Wasser weit und breit. Nur eine selbstgescharrte Mulde im Sandboden. Brunhilde lag drin und ließ den Sand überall hin rieseln. Das ist kein Baden. Doch. Frieda erklärte es später: Hühner schütteln sich Sand tief ins Gefieder bis auf die Haut. Der Sand nimmt Fett auf, trocknet die Haut und erstickt Parasiten — Milben, Läuse. Krümel: Sand tötet Ungeziefer? Frieda: Durch Austrocknung. Krümel: Wissen Hühner das? Ich: Die wissen es nie gewusst. Die tun es einfach. Seit Millionen von Jahren. Brunhilde badete eine halbe Stunde. Dann aufgestanden, einmal kräftig geschüttelt — Sandwolke — und davonmarschiert. Mit dem Gang von jemandem der frisch geduscht hat. Marta: Nie gedacht dass Sand ein Badezimmer sein kann. Fiete nickte. Verlor die Fischgräte. Fand sie. Alles gut. Manchmal braucht man kein Wasser um sauber zu werden. Manchmal reicht das, was unter einem liegt. Gute Nacht.

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