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Warum Frösche einfrieren und wieder auftauen

Einige Froscharten wie der Laubfrosch können bis zu 70% ihres Körperwassers einfrieren, weil sie Glukose und Glycerin als natürliche Gefrierschutzmittel in ihren Zellen ansammeln, die das Eis nur extrazellulär entstehen lassen und so die Zellen vor Beschädigungen schützen. Beim Auftauen im Frühling normalisiert sich ihr Stoffwechsel wieder, da die vitalen Organe und das Gehirn während der Gefrierung durch diese biologischen Schutzmechanismen funktionsfähig bleiben. Das sagen die Fachleute. Wer’s lieber spannend mag, lauscht jetzt den Worten von Opa Kurt:

Also, Kinder, heute erkläre ich euch, warum manche Frösche den Winter überstehen, indem sie einfach einfrieren. Herz aus. Atem aus. Alles aus. Und im Frühling wieder an.

Das klingt wie ein Trick. Das ist ein Trick. Aber ein sehr alter, sehr ernster.

Es war ein früher Herbst, irgendwo in einem Waldstück hinter Bremerhaven. Ich flog tief, weil der Wind oben unangenehm war, und fand dabei einen Frosch, der sich unter einem Haufen Laub eingegraben hatte.

Er hieß Norbert.

Norbert bereitete sich vor. Das sah ich sofort. Er war langsamer als normal, seine Augen halb geschlossen, seine Bewegungen wie in Zeitlupe.

„Norbert“, sagte ich. „Alles in Ordnung?“
„Wird bald kälter“, sagte er.
„Ja.“
„Dann schlafe ich.“
„Wie lange?“
„Bis es wieder wärmer wird.“

Aber Norbert erklärte mir, dass sein Schlaf ein bisschen anders war. Ein bisschen radikaler.

Er friert ein, sagte er. Richtig. Die Haut friert. Das Blut friert. Das Herz hört auf zu schlagen.

Ich sah ihn an.
„Und dann?“
„Und dann warte ich.“
„Wie überlebt man das?“

Norbert erklärte es mir so gut er konnte. Sein Körper pumpt vor dem Einfrieren eine Art Frostschutz ins Blut – Zucker, hauptsächlich. Dieser Zucker verhindert, dass die Zellen beim Einfrieren kaputtgehen.

„Und das funktioniert immer?“
„Meistens“, sagte Norbert.
„Und wenn nicht?“

Er schloss die Augen halb.
„Dann wacht man nicht mehr auf.“

Das war sehr direkt. Ich schwieg einen Moment.

Frieda, die dazugekommen war und ihre Brille zurechtrückte, flüsterte: „Das ist das Mutigste, was ich je gehört habe. Einschlafen ohne zu wissen, ob man aufwacht.“
„Oder das Entspannteste“, sagte ich.

Norbert hatte inzwischen die Augen ganz geschlossen. Sein Atem wurde flacher. Dann war kein Atem mehr.

Ich flog im Frühling noch einmal vorbei. Das Laub lag noch da. Ich schaute kurz rein.

Norbert war weg. Irgendwo am Teich quakte jemand.

Kinder, manchmal ist der beste Weg durch eine schwierige Zeit: einfach durchhalten, bis es wieder wärmer wird.

Gute Nacht.

Mit Unterstützung von KI erstellt.

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