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Warum Frösche durch die Haut atmen

Frösche haben eine sehr dünne und feuchte Haut, die eine große Oberfläche bietet, durch die Sauerstoff direkt in die Blutgefäße diffundieren kann. Diese Hautatmung ermöglicht ihnen eine effiziente Gasaustauschs besonders in aquatischen Lebensräumen und wird durch ihre poröse Haut und den direkten Kontakt mit feuchter Umgebung begünstigt. Das sagen die Fachleute. Wer’s lieber spannend mag, lauscht jetzt den Worten von Opa Kurt:

Also, Kinder, heute erkläre ich euch, warum Frösche immer feucht sein müssen. Immer. Ohne Ausnahme. Ein trockener Frosch ist ein sehr unglücklicher Frosch, und das aus einem Grund, den ich erst spät verstanden habe.

Das war an einem Teich irgendwo in der Nähe von Cuxhaven. Ich saß auf einem Seerosenblatt – uneingeladen, aber niemand beschwerte sich – und beobachtete einen Frosch namens Hartmut, der ins Wasser sprang, wieder rauskam, ins Wasser sprang, wieder rauskam.

Immer wieder.

„Hartmut“, sagte ich schließlich. „Was machen Sie da?“
„Atmen“, sagte Hartmut.
„Sie atmen gerade an der Luft.“
„Auch. Aber nicht genug.“

Frösche haben eine Lunge, ja. Aber die Lunge allein reicht nicht. Ein Frosch braucht mehr Sauerstoff als seine kleine Lunge liefern kann. Also hat die Haut das Problem mitgelöst: Durch feuchte Haut kann Sauerstoff direkt ins Blut übergehen, ohne den Umweg über die Lunge.

„Aber warum feucht?“, fragte ich.
„Weil trockene Haut das nicht kann. Sauerstoff löst sich in Wasser. Kein Wasser, kein Lösen, kein Atmen.“
„Und wer hat das erfunden?“

Hartmut sah mich an.
„Niemand hat das erfunden. Das ist einfach so.“
„Aber irgendwann war der erste Frosch, der das so gemacht hat.“

Hartmut dachte nach. Dann sagte er etwas, das mich überraschte.
„Der erste Frosch war ein Fisch.“

Das stimmte natürlich. Vor sehr langer Zeit waren die Vorfahren der Frösche Wassertiere gewesen, die irgendwann beschlossen hatten, auch mal an Land zu gehen. Ihre Haut konnte damals schon Sauerstoff aufnehmen. Sie haben es einfach mitgenommen, als sie an Land gingen.

„Wie ein Koffer“, sagte ich.
„Wie ein Koffer“, sagte Hartmut.

Krümel, der das Gespräch von einem Schilfrohrstängel aus verfolgt hatte und dabei fast ins Wasser gefallen wäre, fragte: „Können wir das auch? Durch die Haut atmen?“
„Nein“, sagte ich.
„Schade.“
„Dafür müssen wir nicht ständig nass bleiben.“

Krümel dachte darüber nach und schien das als fairen Tausch zu akzeptieren.

Hartmut sprang wieder ins Wasser. Kurz. Dann raus. Haut feucht. Alles gut.

Kinder, manchmal trägt man Fähigkeiten mit sich, die man von weit her mitgebracht hat. Das lohnt es sich zu kennen.

Gute Nacht.

Mit Unterstützung von KI erstellt.

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