Warum der Laubfrosch das Wetter kennt
Der Laubfrosch kann Luftdruckveränderungen durch sein Trommelfell und spezielle Sinnesorgane wahrnehmen, die ihm Wetterumschwünge anzeigen. Sein charakteristisches Quaken intensiviert sich vor Regen, da die feuchte Luft und der sinkende Luftdruck sein Fortpflanzungsverhalten aktivieren. Das sagen die Fachleute. Wer’s lieber spannend mag, lauscht jetzt den Worten von Opa Kurt:
Also, Kinder, heute erkläre ich euch, warum der Laubfrosch seit Jahrhunderten als Wetterprophet gilt. Und warum die Menschen früher kleine Leitern in Glasgläser gestellt haben, damit er ihnen sagen kann, ob es morgen regnet.
Das war an einem Nachmittag bei Wilhelmshaven. Ich besuchte einen alten Bekannten – einen Gärtner, der mich meistens ignorierte, was mir recht war. In seinem Garten: ein Glas. In dem Glas: eine kleine Leiter. Auf der Leiter: ein Laubfrosch.
Er hieß Leopold.
Leopold saß auf der dritten Sprosse von oben. Sehr ruhig. Sehr konzentriert.
„Leopold“, sagte ich. „Was machen Sie da?“
„Ich messe“, sagte Leopold.
„Was?“
„Den Druck.“
Wenn das Wetter schön wird, steigt der Luftdruck. Wenn es Regen gibt, fällt er. Laubfrösche spüren das. Nicht mit einem Gerät. Einfach so, mit dem ganzen Körper.
Steigt der Druck, fühlt Leopold sich wohl. Er klettert hoch. Oben ist Sonne.
Fällt der Druck, wird Leopold unruhig. Er klettert runter. Unten kommt Regen.
„Und die Leiter?“, fragte ich.
„Damit die Menschen es ablesen können. Sonst müssten sie mich fragen.“
„Und das wäre schlimm?“
„Ich mag keine Fragen“, sagte Leopold.
Das war sehr klar.
Fiete, der das von außen durchs Glas beobachtet hatte, rief: „Aber stimmt das immer? Ist er immer richtig?“
Leopold hörte das.
„Öfter als die Zeitung“, sagte er.
Dann kletterte er eine Sprosse höher. Ich schaute am nächsten Tag nach.
Die Sonne schien.
Kinder, manchmal weiß jemand etwas, ohne erklären zu können, woher. Das macht es nicht weniger wahr.
Gute Nacht.
Mit Unterstützung von KI erstellt.
