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Warum Delfine in Schiffswellen surfen

Delfine surfen in Schiffswellen, um Energie zu sparen, indem sie sich vom Druckwellensystem des Schiffes fortbewegen lassen, ohne selbst zu schwimmen. Dieses Verhalten ermöglicht es ihnen, schneller zu reisen und gleichzeitig ihre Muskelkraft zu schonen, was besonders bei längeren Distanzen vorteilhaft ist. Das sagen die Fachleute. Wer’s lieber spannend mag, lauscht jetzt den Worten von Opa Kurt:

Also, Kinder, heute erkläre ich euch, warum Delfine vor Schiffsbugen herspringen als ob sie bezahlt werden dafür. Was natürlich Unsinn ist. Delfine haben kein Geld. Das weiß ich aus eigener Erfahrung.

Das war 1974, auf der Fähre zwischen Bremerhaven und Helgoland. Ich saß vorne auf dem Bug – unerlaubt, aber eine Möwe fragt nicht – und sah zum ersten Mal, wie drei Delfine auftauchten und sich genau vor das Schiff setzten.

Der Kapitän war ein alter Mann namens Habermann. Er kannte mich. Er rief: „Kurt, siehst du das?“

Ich sah es.

Die Delfine sprangen nicht weg. Die ließen sich von der Welle des Schiffes schieben. Hin und her, rauf und runter, ohne einen einzigen Flossenschlag. Einfach so. Zum Spaß.

Ich flog hinunter und fragte den mittleren Delfin, was er da mache.

„Surfen“, sagte er.
„Warum?“

Er sah mich an wie jemanden, der eine sehr dumme Frage gestellt hat.

„Warum nicht?“

Ich hatte keine gute Antwort darauf. Also fragte ich weiter. Wie das angefangen hatte. Er schnaufte kurz durch das Atemloch – das ist bei Delfinen ein Seufzen – und erzählte mir folgendes:

Vor vielen Generationen hatten die Delfine beschlossen, dass Schwimmen zu anstrengend war. Irgendein junger Delfin – sein Name ist überliefert als Hanno – hatte bemerkt, dass große Wellen ihn einfach vorwärts trugen, wenn er sich richtig hineinlegte. Er musste nichts tun. Die Welle machte alles.

Das erste Mal war es ein Sturm gewesen. Das zweite Mal ein Wal. Das dritte Mal ein Schiff.

„Und das Schiff war am besten?“, fragte ich.
„Das Schiff kommt verlässlich“, sagte er. „Der Wal macht manchmal einen Schlenker.“

Fiete, der inzwischen auf dem Bugspriet gelandet war und dabei fast ins Wasser gefallen wäre, rief: „Aber macht das denn Spaß?“

Der Delfin überlegte kurz.
„Es ist das Beste, was es gibt“, sagte er.

Dann tauchte er ab und sprang auf der anderen Seite wieder hoch, mitten in die Welle, und das Schiff trug ihn einfach mit.

Seitdem machen Delfine das überall auf der Welt. Nicht weil sie müssen. Nicht weil es nützt. Einfach weil es schön ist, manchmal getragen zu werden, ohne selbst zu schwimmen.

Das können Kinder sich merken.

Gute Nacht.

Mit Unterstützung von KI erstellt.

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