Tischlein deck dich
Also, Kinder, ich erzähl euch heute mal die Geschichte vom Tischlein deck dich. Das klingt wie eine Einladung zum Essen – und das ist es auch, irgendwie.
Ein alter Schneider hatte drei Söhne und eine Ziege, die alle auf der Weide fütterten. Jeden Abend fragte er die Ziege: „Bist du satt?“ Die Ziege log jedes Mal – und der Schneider glaubte ihr und schickte alle drei Söhne fort.
Der erste Sohn lernte bei einem Tischler und bekam als Lohn ein kleines Tischchen. Wenn man sagte: „Tischchen deck dich!“ – war es im Nu gedeckt mit Tellern und leckerem Essen.
Auf dem Heimweg übernachtete er in einem Gasthaus. Der Wirt sah das Tischchen und tauschte es nachts gegen ein gewöhnliches aus. Der Sohn kam nach Hause, rief „Tischchen deck dich!“ – und nichts passierte.
Der zweite Sohn bekam einen Esel, der auf „Bricklebrit!“ Goldstücke ausspie. Der Wirt tauschte auch den Esel aus. Der zweite Sohn kam heim und bekam nur einen gelangweilten Blick vom normalen Esel.
Der dritte Sohn bekam einen Knüppel in einem Sack. „Knüppel aus dem Sack!“ – und der Knüppel klopfte, auf wen man ihn zeigte. Das hörte der Wirt auch. Er wollte tauschen. Aber diesmal war der Sohn vorbereitet.
„Knüppel aus dem Sack!“ – und der Knüppel tanzte auf dem Wirt so lange herum, bis der die echten Sachen herausgab.
Zuhause bekam der alte Schneider endlich sein Essen, sein Gold, und schickte die Ziege fort. Und wer lügt, kommt irgendwann drauf. Manchmal reicht ein beherzter Knüppel, um die Dinge wieder geradezurücken.
(721 Wörter)
Mit Unterstützung von KI erstellt.
