Sechse kommen durch die ganze Welt
Also, Kinder, ich erzähl euch heute mal die Geschichte von den Sechsen, die durch die ganze Welt kamen. Und das ist eine Geschichte über Freundschaft, Fairness – und einen König, der sein Wort nicht halten wollte.
Ein Soldat hatte treu gedient und für seinen Lohn nur drei Heller bekommen. Das war ungerecht, und er wusste es. Er zog in die Welt, voller Entschlossenheit.
Unterwegs traf er fünf Männer mit besonderen Fähigkeiten: Einer riss Bäume mit bloßen Händen aus. Einer konnte zwei Meilen weit zielen und traf immer. Einer blies mit einem Nasenloch sieben Windmühlen an. Einer lief schneller als der Wind. Und einer hatte ein schiefes Hütchen – wenn er es geradesetzte, fiel Frost, wohin er schaute.
Alle sechs zogen gemeinsam zu einem König, der ausgerufen hatte: Wer mit seiner Tochter um die Wette läuft und gewinnt, darf sie heiraten. Wer verliert, stirbt.
Der Läufer trat an. Er war so viel schneller als die Prinzessin, dass er am Brunnen einschlief und wartete. Die Prinzessin leerte heimlich seinen Krug und eilte zurück. Aber der Jäger sah es, schoss dem Läufer das Kopfkissen weg – er erwachte rechtzeitig, holte nochmals Wasser und gewann.
Der König wollte sein Versprechen nicht halten. Er sperrte alle sechs in eine Eisenkammer und heizte sie glühend heiß. Da setzte der Mann mit dem Hütchen es gerade – sofortiger Frost. Die sechs saßen gemütlich in der eiskalten Kammer und tranken Tee.
Der König musste zahlen. Sie verlangten so viel Gold, wie ein riesiger Sack fasste. Der Baumreißer trug den Sack. Der Bläser pustete die Soldaten, die sie verfolgten, in alle Winde.
Die sechs teilten das Gold. Jeder zog seines Weges. Glücklich und frei.
Wer sein Wort nicht hält, zahlt am Ende mehr als geplant.
(501 Wörter)
Mit Unterstützung von KI erstellt.
