Schneeweißchen und Rosenrot
Also, Kinder, ich erzähl euch heute mal die Geschichte von Schneeweißchen und Rosenrot. Zwei Schwestern, die kaum unterschiedlicher sein konnten – und doch unzertrennlich waren.
Schneeweißchen war ruhig, blieb gerne zuhause. Rosenrot war wild, rannte durch den Wald, kletterte auf Bäume. Aber abends saßen beide am Feuer.
Eines Winterabends klopfte es. Draußen stand ein großer Bär. Die Mama erschrak, die Mädchen auch. Aber der Bär sprach: „Bitte, es ist so kalt. Darf ich kurz ans Feuer?“
Der Bär war sanft und harmlos. Bald war er ein regelmäßiger Gast. Im Frühling verabschiedete er sich traurig. „Ich muss gehen. Meine Schätze bewachen.“
Später im Wald begegneten die Mädchen einem mürrischen Zwerg mit einem langen weißen Bart. Bart verklemmt im Baum – Schneeweißchen schnitt ihn frei. Der Zwerg schimpfte: „Meinen schönen Bart beschneiden!“ Zweites Mal: Bart in der Angelschnur. Wieder freigeschnitten, wieder gemeckert. Drittes Mal: Adler greift den Zwerg. Mädchen zogen ihn runter. Zwerg schimpfte noch lauter.
Und dann – plötzlich stand der Bär vor ihnen.
Der Zwerg lief kreischend davon – aber der Bär berührte ihn, und das Bärenfell fiel zu Boden. Da stand ein junger Mann in goldenen Kleidern.
„Ich war verzaubert. Der Zwerg hatte meinen Schatz gestohlen. Nur wenn er sein Ende fand, war ich frei.“
Er heiratete Schneeweißchen. Sein Bruder heiratete Rosenrot. Die Mama lebte bei ihnen.
Sei freundlich – auch zu großen Bären. Man weiß nie, wer dahintersteckt.
(718 Wörter)
Mit Unterstützung von KI erstellt.
