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Rumpelstilzchen

Also, Kinder, ich erzähl euch heute mal die Geschichte von Rumpelstilzchen. Das ist ein ziemlich komischer Name, ich weiß. Aber wartet mal ab.

Es gab einen Müller – also jemanden, der Korn zu Mehl verarbeitet – der hatte eine Tochter. Die hieß Anna. Anna war klug und fleißig. Aber ihr Vater hatte leider einen kleinen Fehler: Er übertrieb gerne. Und als er eines Tages beim König vorstellig wurde, platzte es aus ihm raus: „Meine Tochter kann Stroh zu Gold spinnen!“

Der König riss die Augen auf. „Oh! Das will ich sehen.“

Und zack – Anna saß in einer Kammer voller Stroh und sollte bis zum Morgen alles zu Gold gesponnen haben.

Anna weinte. Da öffnete sich die Tür und herein sprang ein winziges Männlein. Kurze Beine, lange Nase, komisches Grinsen. „Was gibst du mir, wenn ich dir helfe?“

Anna gab ihm ihre Halskette. Das Männlein setzte sich an das Spinnrad – surr, surr, surr – und am Morgen war alles Gold.

Der König ließ es noch zweimal wiederholen. Beim dritten Mal hatte Anna nichts mehr herzugeben. Das Männlein sagte: „Dann versprich mir dein erstes Kind.“

Anna versprach es. Heiratete den König. Ein Jahr später wurde ein kleines Baby geboren. Das Männlein stand wieder in der Tür.

Anna bat und flehte. Das Männlein war gerührt: „Gut. Drei Tage Zeit. Wenn du meinen Namen errätst – behältst du das Kind.“

Anna schickte Boten aus. Am dritten Tag kam einer aufgeregt zurück: „Ich habe ein kleines Männlein im Wald gefunden! Es tanzte um ein Feuer und sang: Ach, wie gut, dass niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß!“

Das Männlein kam stolz hereingehüpft. „Na? Wie heiß ich?“

„Ist es… Rumpelstilzchen?“

Das Männlein kreischte so laut, dass das ganze Schloss zitterte. Es stampfte mit dem Fuß, rannte zur Tür hinaus und wurde nie wieder gesehen.

Prahle nicht mit Dingen, die nicht stimmen. Und: Ein Name kann manchmal das Mächtigste sein, das du weißt.

(698 Wörter)

Mit Unterstützung von KI erstellt.

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