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Rapunzel

Also, Kinder, ich erzähl euch heute mal die Geschichte von Rapunzel. Die hatte die längsten Haare der Welt. Meterlang. Stellt euch vor, wie lange das Kämmen dauerte.

Rapunzel wohnte in einem hohen Turm, mitten im Wald. Keine Tür, keine Treppe. Die einzige Möglichkeit, raufzukommen: Rapunzels Haar. Eine Hexe namens Gothel hatte sie als kleines Kind mitgenommen – die Eltern hatten aus ihrem Garten gestohlen und mussten als Bezahlung das Baby hergeben.

Gothel rief, wenn sie hochklettern wollte: „Rapunzel, Rapunzel, lass dein Haar herunter!“ Und Rapunzel ließ es fallen.

Rapunzel war allein da oben. Kein Handy, kein Internet, keine Freunde. Nur Bücher und das Fenster mit dem Blick auf den Wald. Sie sang viel.

Eines Tages ritt ein Prinz durch den Wald und hörte den Gesang. Er folgte dem Klang und sah den Turm – und wie Gothel das Haar hochrief und kletterte.

Am nächsten Tag versuchte er es selbst. „Rapunzel, Rapunzel, lass dein Haar herunter!“ Es funktionierte.

Rapunzel war zunächst sehr erschrocken. Sie hatte noch nie einen Menschen außer Gothel gesehen. Aber der Prinz war freundlich und kam wieder und wieder. Sie unterhielten sich stundenlang. Sie flochten heimlich ein Seil aus Seide.

Aber Rapunzel verplapperte sich. Gothel schnitt ihr das Haar ab und schickte sie weit weg. Den Prinzen empfing sie mit einem bösen Trick – er fiel und wurde blind.

Er irrte blind durch die Welt. Rapunzel irrte in der Wüste. Beide suchten, ohne es zu wissen, dasselbe.

Dann hörte der Prinz eine Stimme. Er kannte sie sofort. Rapunzel erkannte ihn auch. Ihre Tränen fielen auf seine Augen – und er sah wieder.

Gothel verlor ihre Macht. Die beiden zogen ins Schloss, und Rapunzel lernte endlich die Welt kennen, von der sie so lange nur gelesen hatte.

Die Haare wuchsen nach. Aber nicht ganz so lang wie vorher. Das fand Rapunzel eigentlich ganz praktisch.

(711 Wörter)

Mit Unterstützung von KI erstellt.

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