Muss man den Garten wirklich umgraben?
Ach Kinder, früher war das doch ganz klar: Im Februar wurde der Spaten geschwungen, im September noch mal ran an die Beete! Aber wisst ihr was? Nach 40 Jahren im Garten hab ich gelernt: Weniger ist manchmal mehr.
Warum Umgraben schaden kann
Beim Umgraben bringen wir die ganze Bodenschichtung durcheinander. Die fleißigen Regenwürmer und Mikroorganismen haben ihre festen Etagen – oben die Luftliebhaber, unten die anderen. Wenn wir alles auf den Kopf stellen, stören wir dieses eingespielten Team gewaltig.
Wann der Spaten doch ran muss
- Verdichtete Böden: Bei schwerem Lehm im Januar/Februar einmal lockern
- Neue Beete: Beim ersten Anlegen ist Umgraben sinnvoll
- Staunässe: Wenn’s im September noch matschig ist
Meine Empfehlung
Setzt lieber auf Mulchen und Kompost! Eine schöne Schicht organisches Material im Herbst drauf, und die Bodenlebewesen machen die Arbeit für euch. Das spart Kraft und hält den Boden gesund – darauf geb ich euch mein Gärtnerwort!
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