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Märchen von einem der auszog das Fürchten zu lernen

Also, Kinder, ich erzähl euch heute mal die Geschichte von einem jungen Mann, der auszog, das Gruseln zu lernen. Klingt seltsam. War es auch.

Er hatte einfach keine Angst. Vor gar nichts. Sein Bruder erschrak beim kleinsten Geräusch. Der junge Mann selbst – nichts. Kein Gänsehaut, kein Herzrasen, keine feuchten Hände. Er war verzweifelt darüber. „Wenn ich doch nur mal gruseln würde!“, seufzte er oft.

Sein Vater schickte ihn in die Welt: „Geh und lern das Gruseln.“

Er versuchte es überall. Er saß unter dem Galgen, als Geister kamen. Er war neugierig, nicht ängstlich. Er spielte Kegel mit den Geistern – sie kamen durch den Schornstein runtergerollt.

Dann verbrachte er drei Nächte in einem verwunschenen Schloss. Allerlei schreckliche Dinge passierten: Männer fielen aus der Luft, ein Toter wollte ihn erwürgen. Der junge Mann blieb cool. Er machte sich nützlich, wärmte den Toten auf, spielte weiter Kegel.

Am Ende hatte er das Schloss befreit. Der König war begeistert und gab ihm seine Tochter zur Frau und eine Menge Gold.

Aber der junge Mann seufzte noch immer. „Wenn ich doch nur gruseln würde…“

Das hörte seine Frau. Irgendwann reichte es ihr. Eines Nachts holte sie einen Eimer voll kaltes Wasser mit kleinen Fischchen darin. Und schüttete ihn dem schlafenden Mann über den Kopf.

Der junge Mann sprang hoch, zitterte am ganzen Leib und rief: „Oh! Was ist das? Mir gruse-grusel-gruselt! Mir gruselt wirklich!“

Alle lachten. Und so lernte der tapferste Mann im Land das Fürchten – nicht durch Geister und Schlösser, sondern durch einen Eimer kaltes Wasser und eine entschlossene Ehefrau.

(501 Wörter)

Mit Unterstützung von KI erstellt.

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