Die sieben Schwaben
Also, Kinder, ich erzähl euch heute mal die Geschichte von den sieben Schwaben. Und die ist eigentlich sehr lustig – auch wenn sie nicht ganz so gut ausgeht für die sieben.
Sieben Männer aus Schwaben beschlossen, gemeinsam die Welt zu bereisen und Abenteuer zu erleben. Sie ließen sich extra einen langen Spieß machen – mächtig groß, scharf vorne – und marschierten los. Der Mutigste vorne, der Ängstlichste hinten.
Erstes Abenteuer: Sie hörten ein Summen. „Eine Trommel! Feinde!“ Alle erschraken und sprangen über den nächsten Zaun. Der Erste landete auf einem Rechen, der Stiel schlug ihm ins Gesicht. „Ich ergebe mich!“, schrie er. Alle anderen schrien mit. Aber es war nur eine Hornisse.
Zweites Abenteuer: Ein Hase schlief in der Sonne. Große Ohren, glänzende Augen, zuckte manchmal. Sie hielten ihn für ein schreckliches Ungeheuer. Nach langem Beraten und Zittern rannten sie los und schrien so laut, dass der Hase aufsprang und davonlief. „Gewonnen!“, riefen sie stolz.
Drittes – und letztes – Abenteuer: Sie kamen an die Mosel. Ein Fährmann drüben rief auf Plattdeutsch: „Wat? Wat?“ – also „Was? Was?“ Der erste Schwabe verstand: „Wate! Wate!“ – also „Watet hindurch!“ Er stapfte ins Wasser. Versank. Die anderen sprangen hinterher. Einer nach dem anderen.
So endete das Abenteuer der sieben tapferen Schwaben.
Opa Kurt sagt dazu: Manchmal ist es klüger, erst zu fragen – bevor man springt. Und wer eine fremde Sprache nicht versteht, sollte vorsichtig sein mit seinen Schlussfolgerungen.
Aber mutig waren sie. Das muss man ihnen lassen.
(499 Wörter)
Mit Unterstützung von KI erstellt.
