Die kluge Bauerntochter
Also, Kinder, ich erzähl euch heute mal die Geschichte von der klugen Bauerntochter. Und die war wirklich klug. Nicht ein bisschen – sondern so richtig.
Ein armer Bauer und seine Tochter fanden beim Graben einen goldenen Mörser. Der Vater wollte ihn dem König schenken. Die Tochter warnte: „Wenn du den Mörser bringst, wird er sagen, du hast den Stößer auch.“
Der Vater hörte nicht. Er brachte den Mörser. Der König sagte: „Wo ist der Stößer?“ Der Vater schwor, er habe ihn nicht – aber der König ließ ihn ins Gefängnis werfen.
Da saß der Vater und murmelte vor sich hin: „Hätte ich nur auf meine Tochter gehört…“
Der König hörte davon und ließ die Tochter rufen. Er wollte sehen, ob sie wirklich so klug war. Er gab ihr ein Rätsel: „Komm zu mir – nicht gekleidet und nicht nackt, nicht geritten und nicht gefahren, nicht auf dem Weg und nicht daneben.“
Die Tochter dachte nach. Dann wickelte sie sich in ein Fischernetz, band sich an einen Esel, und ließ sich so zur Tür schleifen, dass nur die große Zehe den Boden berührte.
Der König lachte und heiratete sie.
Doch einmal half sie heimlich einem armen Bauern gegen ein ungerechtes Urteil. Der König schickte sie fort: „Nimm das Liebste mit, was du hast.“
Die Tochter gab dem König einen Schlaftrunk, lud ihn auf den Wagen und fuhr ihn weg.
Der König erwachte. „Was soll das?“
„Du hast gesagt, ich soll das Liebste mitnehmen, das ich habe“, sagte sie. „Und das bist du.“
Der König lachte so laut, dass es durch den ganzen Palast hallte. Er holte sie zurück. Und liebte sie von da an noch mehr.
(501 Wörter)
Mit Unterstützung von KI erstellt.
