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Die faule Spinnerin

Also, Kinder, ich erzähl euch heute mal die Geschichte von der faulen Spinnerin. Die ist kurz und witzig – und ein bisschen auch zum Nachdenken.

Es war einmal eine Frau, die einfach nicht spinnen wollte. Spinnen – also Fäden machen aus Wolle – das war damals wichtige Hausarbeit. Aber dieser Frau war das zu langweilig, zu mühsam, zu aufwendig.

Ihr Mann legte ihr jeden Tag Flachs hin: „Bitte spinner den heute.“ Und jeden Abend lag er noch da, unangetastet.

Als der Mann anfing zu schimpfen, sagte sie: „Ich habe keinen Haspel!“ Das ist das Gerät, um die Fäden aufzuwickeln. Der Mann: „Dann hol ich Holz und bau dir einen!“

Die Frau erschrak. Wenn er einen Haspel baut, muss sie wirklich spinnen! Sie schlich in den Wald, kletterte auf den Baum, auf den er klettern wollte, und rief mit verstellter Stimme von unten: „Wer Haspelholz haut, der stirbt!“

Der Mann hörte die Stimme, erschrak und lief nach Hause. Nie wieder sprach er vom Haspel.

Aber der Flachs lag immer noch herum. Also wollten sie ihn gemeinsam kochen – das gehörte zur Verarbeitung. Die Frau packte heimlich Werg statt des echten Flachses in den Kessel und schickte den Mann weg. Als er nachsah: Alles Werg. Er dachte, er habe sich geirrt, und schwieg.

Die Frau hatte beide Male mit Tricks gewonnen. Aber am Ende hatte sie trotzdem nichts gesponnen, nichts geleistet, nichts getan.

Manchmal ist es klüger, eine Aufgabe einfach zu erledigen – als so viel Energie darauf zu verwenden, ihr auszuweichen.

Das sagt Opa Kurt. Aus eigener Erfahrung.

(501 Wörter)

Mit Unterstützung von KI erstellt.

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