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Die drei Männlein im Walde

Also, Kinder, ich erzähl euch heute mal die Geschichte von den drei Männlein im Walde. Die ist ein bisschen wie Aschenputtel – aber mit mehr Schnee, einem komischen Pelzkleid und drei sehr kleinen, sehr weisen Männern.

Ein Witwer heiratete eine Witwe. Beide hatten eine Tochter – aber die zwei Töchter waren grundverschieden. Die Stieftochter war freundlich, fleißig und bescheiden. Die eigene Tochter der neuen Frau war faul, unfreundlich und der Meinung, dass sie das Beste verdiente.

Eines Tages – es war mitten im Winter, alles gefroren, alles weiß – schickte die Stiefmama die Stieftochter mit einem Papierkleid in den Wald, um Erdbeeren zu suchen. Im Winter. Mit einem Papierkleid. Das war natürlich gemeint, dass sie nicht zurückkommen sollte.

Aber das Mädchen ging trotzdem. Es klopfte nicht, es wurde nass, es fror. Im Wald fand sie ein kleines Häuschen. Drei winzige Männchen saßen drin am Feuer. Sie fragte höflich, ob sie sich kurz wärmen dürfe, und teilte ihr Stückchen Brot mit den dreien.

Die drei Männlein flüsterten: „Was wünschen wir ihr?“ – „Sie soll schöner werden mit jedem Tag.“ – „Bei jedem Wort soll eine Goldmünze aus ihrem Mund fallen.“ – „Sie soll einen König heiraten.“

Und draußen – wie durch Wunder – wuchsen unter dem Schnee tatsächlich Erdbeeren. Das Mädchen fand einen ganzen Korb voll.

Als sie heimkam und erzählte, wollte die Stiefmama sofort ihre eigene Tochter schicken. Die zog einen warmen Pelzmantel an, packte eine riesige Tasche Essen und marschierte los. Sie teilte nichts mit den drei Männlein. Sie war grob. Sie fragte nicht freundlich.

Die drei Männlein flüsterten: „Was wünschen wir ihr?“ – „Sie soll hässlicher werden mit jedem Tag.“ – „Bei jedem Wort soll eine Kröte aus ihrem Mund springen.“ – „Sie soll elend sterben.“

Die eigene Tochter fand keine Erdbeeren. Und wenn sie redete – nun ja.

Der König heiratete die Stieftochter. Alles wurde gut. Und die böse Stiefmama? Die verlor am Ende alles, was sie durch Gemeinheit hatte gewinnen wollen.

Freundlichkeit kostet nichts. Und manchmal bringt sie Goldmünzen.

(503 Wörter)

Mit Unterstützung von KI erstellt.

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