Die drei Handwerksburschen
Also, Kinder, ich erzähl euch heute mal die Geschichte von den drei Handwerksburschen. Und die zeigt, dass Unschuld manchmal sehr ungemütlich sein kann – auch wenn am Ende alles gut wird.
Drei Handwerksburschen hatten keine Arbeit mehr und kein Geld. Da erschien ein geheimnisvoller Mann – Opa Kurt sagt euch: Das war der Teufel, aber ein sehr geschäftsmäßiger – und machte ihnen ein Angebot.
„Eure Taschen sollen immer voll Gold sein. Aber ihr dürft nur drei Sätze sagen: Erstens: Wir alle drei. Zweitens: Ums Geld. Drittens: Und das war recht.“
Klingt seltsam. War es auch. Aber sie stimmten zu.
Im ersten Wirtshaus bestellten sie. Auf alle Fragen antworteten sie der Reihe nach: „Wir alle drei.“ – „Ums Geld.“ – „Und das war recht.“ Die Wirtsleute guckten komisch, aber Gold war Gold.
Doch in derselben Nacht ermordete der Wirt einen reichen Kaufmann. Als man die Burschen befragte: „Habt ihr es getan?“ – „Wir alle drei.“ – „Ums Geld.“ – „Und das war recht.“
Sie wurden verhaftet. Zum Tod verurteilt. Im letzten Moment erschien der Teufel in glänzender Kutsche. Er rettete sie – denn er hatte es auf den Wirt abgesehen, nicht auf die Burschen. Die durften endlich frei reden. Sie sagten die Wahrheit. Der Wirt wurde verhaftet.
„Ich wollte nur seine Seele“, sagte der Teufel zu den dreien. „Ihr seid frei. Und das Gold behaltet ihr.“
Die drei Burschen lebten sorglos für den Rest ihrer Tage. Und redeten viel. Sehr viel. Als Ausgleich.
Manchmal gerät man unschuldig in Verdacht. Aber die Wahrheit kommt ans Licht – manchmal auf sehr überraschende Weise.
(501 Wörter)
Mit Unterstützung von KI erstellt.
