|

Die drei Brüder

Also, Kinder, ich erzähl euch heute mal die Geschichte von den drei Brüdern. Und von einem Vater, der ein ganz faires Problem hatte.

Ein Vater hatte drei Söhne – und nur ein Haus zu vererben. Wie soll man das gerecht teilen? Man kann ein Haus nicht in drei Teile sägen, das gibt nur Ärger und schlechte Bausubstanz.

Also schickte er alle drei in die Welt: „Wer das beste Handwerk lernt, bekommt das Haus.“ Fair. Einfach. Klar.

Der erste Bruder wurde Hufschmied. Der zweite Barbier. Der dritte Fechtmeister.

Sie kamen zurück – und warteten auf eine Gelegenheit, ihr Können zu zeigen.

Die kam: Ein Hase lief über das Feld. Der Barbier sprang auf, seifte das Tier im vollen Lauf ein und rasierte ihm ein ordentliches Bärtchen – kein Haar zu viel, kein Haar zu wenig. Alle staunten.

Dann kam ein Wagen mit einem galoppierenden Pferd. Der Schmied sprang hinterher, riss dem Pferd alle vier Hufeisen ab und schlug im vollen Galopp vier neue drauf. Kaum zu glauben.

Dann fing es an zu regnen. Der Fechtmeister zog seinen Degen und schwang ihn so geschickt über seinem Kopf, dass kein einziger Tropfen ihn traf. Als der Regen stärker wurde, blieb er so trocken wie unter einem Regenschirm. Nur ohne den Schirm.

Der Vater saß da und schüttelte den Kopf. Alle drei waren gleich gut. Gleich außergewöhnlich. Gleich seiner würdig.

Also entschied er: Das Haus bekommt keiner allein. Alle drei bleiben. Sie helfen einander, verdienen gemeinsam, leben zusammen.

Und tatsächlich – so lebten die drei Brüder lange glücklich zusammen. Jeder mit seiner Stärke. Keiner allein.

Manchmal ist das Beste nicht, zu gewinnen – sondern zusammen zu bleiben.

(498 Wörter)

Mit Unterstützung von KI erstellt.

Ähnliche Beiträge