Die Bremer Stadtmusikanten
Also, Kinder, ich erzähl euch heute mal die Geschichte von vier Tieren, die alle zusammen nach Bremen wollten. Um Musik zu machen. Ob sie je ankamen? Das ist die eigentliche Frage.
Der Esel war das erste Problem. Er hatte jahrelang für seinen Bauern Säcke geschleppt, aber jetzt war er alt, und der Bauer murmelte was davon, dass man ihn bald nicht mehr brauchen würde. Das hörte der Esel und lief weg. In Richtung Bremen.
Auf dem Weg traf er den Hund – zu alt zum Jagen. Die Katze – zu alt zum Mäusefangen. Den Hahn – bald Sonntagssuppe. Alle vier beschlossen: Gemeinsam nach Bremen. Straßenmusikanten.
Aber es wurde Nacht, bevor sie ankamen. Da sahen sie im Wald ein Licht. Ein Haus mit Räubern, Essen auf dem Tisch, Kamin an.
Der Esel stellte die Vorderhufe auf das Fensterbrett, der Hund sprang auf seinen Rücken, die Katze kletterte auf den Hund, und der Hahn setzte sich ganz oben drauf. Auf ein Zeichen begannen alle zu lärmen: Ia-ia! Wau-wau! Miau! Kikeriki!
Das Fenster krachte auf, alle vier fielen in den Raum – Räuber kreischten und rannten in den Wald davon.
Die Tiere aßen alles auf, machten das Licht aus und schliefen.
Mitten in der Nacht schickte der Räuberhauptmann einen Mann zurück. Der sah die glühenden Augen der Katze, wollte ein Streichholz dranholen – die Katze kratzte, der Hund biss, der Esel trat, der Hahn krähte. Der Mann rannte schreiend davon: eine Hexe, ein Monster.
Die Räuber kamen nie wieder zurück.
Und die vier Tiere? Sie blieben im Haus. Es war gemütlich, es gab immer was zu essen, und manchmal machten sie wirklich Musik. Laut, schief, glücklich.
Nach Bremen kamen sie nie. Aber gebraucht haben sie’s auch nicht. Manchmal findet man das, was man sucht, unterwegs – man muss nur mit den richtigen Leuten losgehen.
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Mit Unterstützung von KI erstellt.
