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Des Herrn und des Teufels Getier

Also, Kinder, ich erzähl euch heute mal die Geschichte davon, wie Gott und der Teufel ihre Tiere bekamen. Das ist eine kurze Geschichte – aber sie erklärt einiges.

Als Gott die Welt erschuf, machte er sich die Wölfe zu seinen Hunden. Starke, treue Tiere. Der Teufel wollte auch eigene Tiere haben – und erschuf die Ziegen.

Aber die Ziegen blieben ständig mit ihren langen Schwänzen in Dornen und Hecken hängen. Das ärgerte den Teufel. Also biss er ihnen einfach die Schwänze ab. Deshalb, Kinder, haben Ziegen heute nur noch kurze Stummelchen. Das hat mir mal eine Ziege selbst erzählt. Na ja, fast.

Die Ziegen aber machten überall Schaden. Sie benagten Bäume, fraßen Weinstöcke, zerstörten junge Pflanzen. Gott schickte die Wölfe, um die schlimmsten einzufangen.

Der Teufel beschwerte sich lautstark: „Deine Tiere haben meine zerrissen!“ Gott antwortete ruhig: „Wer nur auf Schaden aus ist, muss auch die Folgen tragen.“

Der Teufel forderte eine Entschädigung. Gott sagte: „Gut. Wenn das Eichenlaub fällt, komm und hol dein Geld.“ Der Teufel suchte eine Eiche, deren Blätter gefallen waren. In Konstantinopel wuchs eine Eiche, die ihr Laub nie verlor. Als er endlich zurückkam, standen alle anderen Eichen wieder grün da.

Der Teufel ging leer aus.

Und die Ziegen? Die haben bis heute merkwürdige, schlitzförmige Augen. Zur Erinnerung, sagt man, an ihre unruhige Geschichte.

Und was lernen wir? Wer nur Ärger macht, bekommt am Ende selbst Ärger. Das klingt banal – aber es stimmt meistens. Das sagt Opa Kurt.

(497 Wörter)

Mit Unterstützung von KI erstellt.

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