Der Teufel mit den drei goldenen Haaren
Also, Kinder, ich erzähl euch heute mal die Geschichte vom Teufel mit den drei goldenen Haaren. Ein langer Titel, aber eine noch längere Geschichte – ich mach sie euch kurz und spannend.
Ein Kind wurde mit einer Glückshaut geboren. Also buchstäblich mit einer Glückshaube auf dem Kopf – das bedeutete früher: Dem wird alles gelingen. Es war prophezeit, dass er die Königstochter heiraten würde.
Das gefiel dem König gar nicht. Er ließ das Baby in einem Kästchen in den Fluss werfen. Ein Müller fischte es heraus, zog es auf – und der Junge wuchs heran zu einem prächtigen, klugen Menschen. Das mit der Prophezeit schien sich zu bewahrheiten.
Als der König viele Jahre später davon erfuhr, hatte er einen neuen Plan: Er schickte den Jungen mit einem verschlossenen Brief zum Schloss – und im Brief stand: Tötet den Überbringer. Mitten im Wald begegnete der Junge Räubern, die den Brief öffneten und umschrieben: Vermählt den Überbringer mit der Königstochter. Was dann auch geschah.
Der König kochte vor Wut. Er schickte den Jungen in die Hölle, um drei goldene Haare vom Teufel zu holen.
In der Hölle half ihm des Teufels Großmutter. Sie verwandelte ihn in eine Ameise und versteckte ihn in ihrem Schoß. Wenn der Teufel abends schlief und von seltsamen Dingen träumte, zog sie ihm ein Haar aus – der Teufel fuhr hoch, erzählte seinen Traum, und schlief wieder. So erfuhr der Junge drei wichtige Geheimnisse: Wie man einen vergifteten Brunnen heilt. Wie man einem unfruchtbaren Baum hilft. Und wie ein Fährmann endlich erlöst wird.
Mit den drei goldenen Haaren kehrte er heim. Auf dem Weg verriet er die Geheimnisse und wurde reich belohnt.
Der König sah das viele Gold und wurde gierig. Er fuhr zum Fährmann – und wurde selbst zum Fährmann. Weil er nie einem anderen die Stange übergab, rudert er bis heute.
Und der Junge? Der lebte glücklich mit der Königstochter.
(504 Wörter)
Mit Unterstützung von KI erstellt.
