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De drie Vügelkens

Also, Kinder, ich erzähl euch heute mal die Geschichte von den drei Vögelchen. Das ist ein Märchen aus dem Norden, ursprünglich in plattdeutscher Sprache erzählt. Ich mach’s euch verständlich – aber die Seele der Geschichte bleibt dieselbe.

Es waren einmal drei Schwestern. Die jüngste heiratete einen König und bekam Kinder – erst einen Jungen, dann noch einen, dann ein Mädchen. Aber die beiden älteren Schwestern waren neidisch. Sie waren gemein und böse und warfen die Kinder heimlich ins Wasser, sobald die Königin geboren hatte. Dann sagten sie dem König, seine Frau habe jeweils einen Hund, dann eine Katze, dann eine Ratte zur Welt gebracht.

Der König glaubte es – und die Königin wurde ins Gefängnis gesperrt.

Die Kinder aber ertranken nicht. Ein Fischer fand sie, zog sie auf, und die drei wuchsen heran zu klugen, mutigen Menschen.

Als sie groß waren, machten sie sich auf, ihre Eltern zu suchen. Das Mädchen – die Jüngste der Geschwister – war dabei am mutigsten. Eine alte Frau half ihr und gab ihr einen Zauberstab. „Geh an dem schwarzen Hund vorbei ohne Angst, nimm den singenden Vogel aus dem Käfig, und hol das Wasser aus dem Zauberbrunnen.“

Das Mädchen tat alles. Der schwarze Hund bellte – sie ging einfach weiter. Der Käfig hing hoch – sie streckte sich. Das Wasser glänzte seltsam – sie schöpfte trotzdem.

Auf dem Rückweg fand sie ihre Brüder. Zusammen brachten sie den Vogel zum Vater, dem König. Der Vogel sang ein Lied – und in dem Lied war alles drin: die Geschichte der Kinder, die Gemeinheit der Schwestern, die Unschuld der Königin.

Der König hörte zu. Und verstand.

Die bösen Schwestern wurden bestraft. Die Königin wurde aus dem Gefängnis befreit. Die drei Geschwister hatten ihre Eltern gefunden.

Manchmal braucht es einen singenden Vogel, damit die Wahrheit endlich gehört wird. Und manchmal braucht es ein mutiges Mädchen, das einfach weitergeht – auch wenn der Hund bellt.

(505 Wörter)

Mit Unterstützung von KI erstellt.

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