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Das Wasser des Lebens

Also, Kinder, ich erzähl euch heute mal die Geschichte vom Wasser des Lebens. Und die zeigt, dass der Jüngste nicht immer der Schwächste ist – und dass Neid in der eigenen Familie manchmal das Schlimmste ist.

Ein König war krank. Todkrank. Drei Söhne wollten ihm helfen. Das Wasser des Lebens, so hieß es, könne ihn heilen. Alle drei zogen los.

Der Älteste traf unterwegs einen Zwerg, der ihn nach seinem Ziel fragte. Er war grob und wurde dafür zwischen zwei Felswänden eingeklemmt.

Der Mittlere: dasselbe. Auch eingeklemmt.

Der Jüngste traf den Zwerg, war freundlich, hörte zu. Der Zwerg gab ihm den Weg: Ein verwunschenes Schloss. Ein Löwenpaar – dem er Brot geben sollte. Eine eiserne Rute an der Tür. Ein schlafender Prinz. Eine schlafende Prinzessin.

Der Jüngste folgte allen Anweisungen. Im Schlossbrunnen schöpfte er das Wasser des Lebens. Aber er blieb zu lang – um Mitternacht schlug die Tür zu und klemmte ihm den Stiefel ein.

Auf dem Rückweg befreite er seine Brüder. Die aber – neidisch und gemein – tauschten heimlich sein Wasser des Lebens gegen Salzwasser aus. Als der Jüngste dem Vater das Wasser brachte, machte es ihn noch kränker. Die Brüder gaben ihm das echte Wasser. Der Vater genas.

Der Jüngste wurde aus dem Land gejagt, da der Vater glaubte, er habe ihn vergiften wollen.

Doch bald kamen Schiffe mit Gold und kostbaren Gütern – Geschenke der Königreiche, die der Jüngste unterwegs gerettet hatte. Und schließlich die Wahrheit: Ein alter Jäger, der dabei gewesen war, als die Brüder tauschten, erzählte dem König alles.

Der König weinte. Er ließ den jüngsten Sohn zurückholen. Die anderen wurden bestraft.

Der Jüngste kehrte zur schlafenden Prinzessin zurück, die auf ihn gewartet hatte. Sie heirateten.

Und was lernen wir? Wer anderen Böses tut, muss früher oder später damit rechnen, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Immer.

(503 Wörter)

Mit Unterstützung von KI erstellt.

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