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Das tapfere Schneiderlein

Also, Kinder, ich erzähl euch heute mal die Geschichte vom tapferen Schneiderlein. Das war ein kleiner Mann mit großem Selbstbewusstsein. Manchmal ist das gefährlicher als ein Schwert.

Der Schneider saß an einem warmen Sommertag an seinem Nähtisch am Fenster. Draußen war es schön, aber er hatte Arbeit. Dann kamen Fliegen auf sein Butterbrot. Lästige Dinger. Er schlug mit dem Tuch – und traf sieben auf einmal.

Sieben auf einen Streich!

Der Schneider war so begeistert von sich selbst, dass er sofort den Faden durch die Nadel zog und diese Worte auf einen Gürtel stickte: „Sieben auf einen Streich.“ Dann band er ihn um, schnappte ein Stück Käse für den Weg und zog in die Welt. Wer so einen Gürtel trägt, muss raus in die Welt.

Unterwegs steckte er sich einen Vogel in die Tasche – den hatte er eingesammelt, als er an einem Gebüsch vorbeikam. Den Käse drückte er einem Riesen in die Hand, der ihn anfangs auslachte. Der Riese drückte den Stein, den er in der Hand hielt, so fest, bis Wasser rauslief. Der Schneider drückte den Käse – und Molke lief raus. „Siehste“, sagte der Schneider. Der Riese war beeindruckt.

Der Riese wollte ihn auf die Probe stellen. „Wirf einen Stein so weit, dass man ihn nicht mehr sieht!“ Der Riese warf – der Stein landete weit weg. Der Schneider warf – seinen Vogel. Der flog davon. Kein Stein weit und breit zu sehen.

„Den schwersten Baum tragen!“ Der Riese lud sich den Stamm auf die Schulter. Der Schneider setzte sich heimlich oben drauf. Der Riese schleppte – und wunderte sich, warum er so erschöpft war. Der Schneider pfiff fröhlich.

Irgendwann mochten die Riesen den Schneider nicht mehr und planten, ihn loszuwerden. Aber er schlief so unruhig und redete im Schlaf so wild, dass sie Angst bekamen und lieber die Flucht ergriffen.

Der König hörte von dem tapferen Mann und stellte ihn ein. Er sollte zwei gefährliche Riesen im Wald besiegen. Der Schneider schlich sich nachts an, warf Steine auf sie, bis die beiden aufeinander losgingen und sich gegenseitig verprügelten. Erledigt.

Dann noch ein Einhorn einfangen – der Schneider lockte es gegen einen Baum, und das Horn steckte fest. Und ein Wildschwein – das jagte er in eine Kapelle und schloss die Tür.

Der König musste Wort halten. Der Schneider heiratete die Prinzessin. Die fand ihn eigentlich ganz nett, auch wenn er manchmal im Schlaf rief: „Zwei auf einmal! Fertig! Nächster!“

Und was lernen wir? Mit Köpfchen, Mut und einem guten Gürtel kommt man weiter als mit roher Kraft. Das sagt Opa Kurt aus eigener Erfahrung.

(617 Wörter)

Mit Unterstützung von KI erstellt.

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