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Allerleirauh

Also, Kinder, ich erzähl euch heute mal die Geschichte von Allerleirauh. Ein bisschen wie Aschenputtel – aber wilder und mit mehr Fell.

Ein König hatte eine wunderschöne Frau, die starb. Er hatte versprochen, nur jemanden zu heiraten, der ihr genauso ähnlich sah. Und dann sah er seine eigene Tochter an – die war ihr wie aus dem Gesicht geschnitten. Da bekam der König einen sehr, sehr schlechten Plan.

Seine Tochter – nennen wir sie Anna – erschrak fürchterlich. Also stellte sie unmögliche Bedingungen: drei Kleider, eines so golden wie die Sonne, eines so silbern wie der Mond, eines so glitzernd wie die Sterne. Und dazu einen Mantel aus tausend verschiedenen Fellen.

Der König erfüllte alles. Anna packte drei kleine Schätze ein, wickelte sich in den Fellmantel und floh in den Wald.

Dort schlief sie erschöpft ein – und wurde von Jägern gefunden, die sie dem jungen König des Landes brachten. Die merkwürdige Waldfigur im Fellmantel durfte in der Küche helfen. „Allerleirauh“ nannten sie die Köche.

Anna schrubte Töpfe und blieb im Hintergrund. Aber wenn der König Feste feierte, schlich sie sich heimlich raus, zog das Sonnenkleid an und tanzte unter den Gästen. Jedes Mal verschwand sie wieder in die Küche.

Er ließ ihr Suppe bringen – und jedes Mal steckte sie einen ihrer drei kleinen Schätze hinein. Beim dritten Mal fischte er einen Ring heraus. Er ließ Allerleirauh rufen. Sie stand vor ihm im Fellmantel. Er nahm ihr die Hand – und da sah er den Ring an ihrem Finger.

Anna ließ den Mantel fallen. Sie trug das Sternenkleid.

Der König verstand. Er heiratete sie – wegen ihrer Klugheit und ihres Mutes. Denn sie hatte sich selbst gerettet. Ganz allein.

Manchmal muss man weit weglaufen, bevor man am richtigen Ort ankommt.

(733 Wörter)

Mit Unterstützung von KI erstellt.

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